10 Gründe, warum du Krafttraining machen solltest

Krafttraining ist eine Wohltat für Körper und Geist. Mit Muskeln bist du für alle körperlichen Herausforderungen gerüstet und verbrennst 24 Stunden am Tag jede Menge Kalorien – einfach so nebenbei. Ach ja, und ein trainierter Körper ist einfach sexy. 😉

Verbindest du das Wort Fitnessstudio mit diesem Bild: große Muskelmänner mit nacktem Oberkörper, die wetteifern, wer die schwersten Gewichte stemmen kann? – Ja, die gibt es dort auch. 😁 Aber weniger, als du denkst! Was es immer mehr gibt, sind Frauen, die an die Gewichte gehen! Und noch etwas ist mir in letzter Zeit verstärkt aufgefallen: Immer mehr ältere Menschen kommen ins Gym und halten sich mit den Maschinen fit. Finde ich klasse!

Dann gibt es noch eine eigene Fitnessstudio-Spezies: die Menschen, die abnehmen wollen, und sich dafür jeden Tag stundenlang am Laufband oder Crosstrainer abstrampeln und die Gewichte keines Blickes würdigen. Weil ich vermute, dass sie einfach schlecht informiert sind und weil ich nicht will, dass du das auch bist, bekommst du gleich 10 gute Gründe, warum du am besten sofort mit dem Krafttraining startest – egal wie alt und wie fit du bist.

Bevor es losgeht, klären wir noch schnell, was ich unter RICHTIGEM Krafttraining verstehe: Für mich ist das Training mit schweren und in erster Linie freien Gewichten. Das heißt, dein Training bringt dich an deine Grenzen (und zwar jedes Mal) und du trainierst nicht (nur) an Maschinen, sondern vor allem mit Langhantel, Kurzhanteln und deinem eigenen Körpergewicht. Warum du dich am besten auf diese Art von Training fokussierst, erkläre ich dir einmal in einem eigenen Blogartikel. Jetzt schauen wir uns erstmal gemeinsam an, warum du überhaupt Krafttraining machen solltest. Pack schon mal deine Sporttasche, bevor du weiterliest, denn du wirst nach diesen Gründen extrem motiviert sein! 😉

Dunkelgrüne Ziegelwand mit einem Wegweiser davor. Darauf steht "Gym". Darunter ein Schild mit einem Pfeil nach rechts. Neben dem Schild der Titel des Blogartikels: "10 Gründe, warum du Krafttraining machen solltest".

1. Du bist für alles gerüstet!

Krafttraining ist enorm gut für deinen Bewegungsapparat. Mit starken, funktionstüchtigen Muskeln fällt dir im Alltag vieles leichter!

Du trägst problemlos Getränkekisten und schwere Einkaufstaschen vom Auto ins Haus – und zwar ohne dir dabei einen Hexenschuss zu holen! Genauso trägst du auch alles andere, was im Alltag anfällt, mühelos herum.

Du bist körperlich perfekt ausgestattet, um so ziemlich jede neue Sportart zu lernen – oder in deiner Sportart noch besser zu werden. Ein Sportmediziner hat mal zu mir gesagt, wenn er beim Spazierengehen Hobbyläufer beobachte, sehe er auf den ersten Blick, welche in absehbarer Zeit bei ihm in der Praxis landen würden, und zwar deshalb: So viele Menschen beschließen, sie wollen jetzt abnehmen, haben bisher vielleicht gar keinen Sport gemacht und beginnen dann von einem Tag auf den anderen mit Joggen.

Denn der Mythos hält sich hartnäckig: Willst du abnehmen, musst du (ja, deine Ernährung umstellen auch, aber jetzt rein auf den Sport bezogen), joggen. Die niemals richtig beanspruchte Muskulatur von kompletten Einsteigern macht das aber nicht einfach so mit. Klassische Beschwerden von Hobbyläufern sind häufig darauf zurückzuführen, dass sie keine starke Muskulatur haben, die ihnen beim Laufen Körperspannung ermöglicht und die Gelenke ein Stück weit vor den Erschütterungen schützt, die das Laufen mit sich bringt.

Der Sportarzt meinte, es sei viel sinnvoller, erstmal am Grundgerüst – an der Muskulatur! – zu arbeiten, und diese dann für sich arbeiten zu lassen: beim Joggen, bei der Gartenarbeit, beim Übersiedeln, beim Einkaufen… wobei auch immer.

Ich merke das jeden Winter beim Skifahren. Ich kann nach nahezu einem Jahr ohne Skifahren den ganzen Tag lang die Pisten runterdüsen, ohne schlapp zu machen und vor allem OHNE am nächsten Tag Muskelkater zu haben. Denn ich mache viel Beintraining, habe dementsprechend sehr gut ausgeprägte Muskeln an Oberschenkeln und Waden und kann die einfach nutzen, wenn ich sie brauche.

Wenn du gelegentlich wandern gehst, wirst du auch merken, wie leicht es dir fällt, stundenlang auf den Beinen zu sein, vielleicht auch größere Aufstiege zu bewältigen und einen schweren Rucksack zu tragen.

2. Du lernst deinen Körper besser kennen!

Wenn du noch nie Krafttraining gemacht hast, kannst du dich für den Tag nach deiner ersten Einheit auf folgendes Szenario einstellen: Du wirst dich kaum noch bewegen können und Muskelkater an Stellen haben, wo du nie gedacht hättest, dass du dort überhaupt Muskeln hast. 😅 Doch, hast du! Und sie freuen sich, endlich nicht mehr ignoriert zu werden.

Der Muskelkater am Anfang kann teuflisch sein, aber keine Sorge, dein Körper gewöhnt sich an die neuartige Belastung und du wirst mit der Zeit weniger Muskelkater haben. Was du stattdessen haben wirst: ein viel besseres Gefühl für deinen Körper! Du entwickelst die Fähigkeit, ganz gezielt einzelne Muskeln anzusprechen. Du merkst, wie viele Arten von Bewegungen du durchführen kannst. Du lernst deine körperlichen Stärken und Schwächen kennen und kannst gezielt an den Schwächen arbeiten.

Wenn du noch nie Krafttraining gemacht hast, kannst du dich für den Tag nach deiner ersten Einheit auf folgendes Szenario einstellen: Du wirst dich kaum noch bewegen können und Muskelkater an Stellen haben, wo du nie gedacht hättest, dass du dort überhaupt Muskeln hast.

3. Du verbesserst deine Haltung!

Bist du ein Schreibtischtäter? Sehr viele von uns haben einen Bürojob und sitzen bis zu acht Stunden täglich. Kein noch so ergonomischer Arbeitsplatz – außer ein Standing Desk – kann verhindern, dass du dabei eine schlechte Haltung entwickelst: Deine Schultern sacken nach vorne, dein oberer Rücken krümmt sich. Deine Hüftbeuger verkürzen sich mit der Zeit, weil die Beine beim Sitzen immer angewinkelt sind, und die Pomuskulatur (der Gluteus) verkümmert. Alles total verständlich, wenn du stundenlang sitzt und keinen bewussten Ausgleich dazu schaffst.

Diesen Ausgleich schaffst du über Krafttraining. Bei viele Übungen führst du ein Bewegungsmuster durch, das der Schreibtischtäter-Haltung entgegenwirkt: Du ziehst die Schultern nach hinten, drückst die Brust raus, richtest dich auf oder machst rotierende Bewegungen. Du wirst noch währenddessen merken, wie gut das tut! Und mit der Zeit verbessert sich dann auch deine Haltung beim Sitzen. Und zwar sichtbar!

Ich war während der Coronakrise drei Monate im Homeoffice und habe an sommerlichen Tagen immer im Garten auf der Terrasse gearbeitet – viele Stunden lang. Meine Nachbarin meinte eines Tages: „Du sitzt die ganze Zeit so gerade! Kommt das von deinem Training?“ – Richtig gedacht! 😊 Ich habe da echt einen gewaltigen Unterschied gemerkt gegenüber früher, als ich noch nicht trainiert habe. Ich sitze auf der vorderen Stuhlkante, aufrecht und oft mit nach hinten gezogenen Schultern.

4. Du machst Prävention!

Wenn du regelmäßig deine Muskeln trainierst, forderst und stärkst du auch deinen Stützapparat: Deine Sehnen und Bänder werden leistungsfähiger und deine Knochendichte erhöht sich. Eine starke Rumpfmuskulatur stabilisiert deinen gesamten Körper. Alle diese Punkte sind spätestens dann Gold wert, wenn du älter wirst. Du bist viel weniger anfällig für Rückenschmerzen und andere typische Altersbeschwerden, die den Bewegungsapparat betreffen. Außerdem stürzt du weniger leicht und wenn du stürzt, ist dein Verletzungsrisiko geringer als bei untrainierten Menschen. Das gilt natürlich auch schon in jüngeren Jahren, aber so richtig zu schätzen weißt du es im Alter.

Beim Krafttraining führst du Bewegungen durch, die der schlechten Haltung von der Arbeit am Schreibtisch entgegenwirken.

5. Du tankst viel Energie!

„Wie jetzt, beim Krafttraining verbrauche ich doch enorm viel Energie – wie soll ich da welche tanken?“ Fragst du dich das? Wenn du noch kein Krafttraining machst, klingt das wahrscheinlich paradox für dich, aber es ist wirklich so: Krafttraining gibt dir neue Energie! Und zwar mehr, als es dich kostet! Es gibt dir einen richtigen Power Boost!

Beim Training kommt dein Stoffwechsel in Schwung, dadurch werden Schadstoffe schneller aus deinem Zellen abtransportiert. Natürlich kommt auch dein Kreislauf in Schwung, du spürst, wie die Kraft in jeden hintersten Winkel deines Körpers fließt – und diese Energie nimmst du mit, wenn du das Fitnessstudio verlässt.

Deshalb liebe ich das Training am frühen Morgen so sehr: Es versorgt mich den ganzen Tag mit Energie! Und gleichzeitig habe ich, wenn ich mich an den Schreibtisch setze, das gute Gefühl, schon etwas für meinen Körper getan zu haben.

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6. Muskeln verbrennen viel Fett!

Das ist einer meiner Lieblingsvorteile von Krafttraining: Mit Muskeln wirst du zur Fettverbrennungsmaschine!

Muskeln sind ein echter Luxus für deinen Körper, da muss er viel investieren, denn Muskeln fressen jede Menge Energie. Und sie tun das rund um die Uhr! Auch wenn du auf der Couch liegst und Netflix schaust! Ist das nicht genial?

Hier liegt übrigens auch der Gegenbeweis für den Mythos, den ich oben erwähnt habe, nämlich dass anscheinend Joggen bis zum Umfallen musst, um möglichst effizient abzunehmen – dass also Cardiotraining der Schlüssel für Fettabbau ist. Falsch! So falsch! Cardio ist wichtig für dein Herz-Kreislaufsystem, klar. Aber der wahre Fatburner ist Krafttraining! Der Grund, warum das viele nicht wissen: In einer Stunde Krafttraining verbrennst du nur ungefähr halb so viele Kalorien wie in einer Stunde Joggen, wenn überhaupt. ABER eine gut trainierte Muskulatur verbrennt auch in den restlichen 23 Stunden des Tages permanent Energie, also Kalorien! Somit verbrennst du als Kraftsportler im Endeffekt deutlich mehr Energie und baust effektiver Fett ab. Ideal ist eine Kombination aus Kraft- und Cardiotraining, aber das Hauptaugenmerk sollte jedenfalls auf dem Krafttraining liegen.

Cardio ist wichtig für dein Herz-Kreislaufsystem, klar. Aber der wahre Fatburner ist Krafttraining! Deine Muskeln verbrauchen 24/7 jede Menge Energie.

7. Du lotest deine Grenzen aus!

In unserem bequemen Alltag verlernen wir es nur allzu leicht, uns richtig zu verausgaben und radikal an unsere Grenzen zu gehen. Warum das wichtig ist? – Weil wir uns sonst nicht weiterentwickeln! Das ist wie, wenn du dein Gehirn mit neuem Wissen fütterst. Zuerst wirst du es dir nicht merken, weil es jenseits deines bisherigen Horizonts liegt, aber wenn du dir Mühe gibst und es immer wieder wiederholst, merkst du es dir, hast deinen Horizont erweitert und fühlst dich bereichert. Genauso und eigentlich noch viel toller ist es beim Krafttraining.

Das Gefühl, an deine Grenzen zu gehen mit dem, was du körperlich leisten kannst, ist einfach unbezahlbar. Es legt im Kopf einen Schalter um, du wirst motivierter und durchsetzungskräftiger. Und du entwickelst die Fähigkeit, über dich hinauszuwachsen, immer und immer wieder!

8. Du bekommst einen freien Kopf!

Lass deine Alltagssorgen in der Umkleidekabine! Und vergiss nicht, ein Vorhängeschloss anzubringen, damit sie dich nicht heimlich zur Hantelbank verfolgen! 😉

Krafttraining fordert deine Konzentration. Du musst dich auf Bewegungsabläufe fokussieren, musst in die Muskelgruppen, die du gerade trainierst, hineinführen. Einige Übungen sind komplex und erfordern wirklich, dass du alles andere ausblendest. Dieser absolute Fokus auf deine Bewegungen und auf das Gewicht ist wie ein Reset-Knopf für alles andere, was sich bisher in deinem Kopf abgespielt hat. Gleichzeitig hast du in Satzpausen und bei einfacheren Übungen Zeit, deinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich habe beim Training immer die besten Einfälle!

Krafttraining lüftet dein Oberstübchen gründlich durch und schafft Raum für neue Ideen, Gedanken und Herausforderungen. Wenn du danach in die Umkleidekabine zurückkommst, wirst du feststellen, dass deine Alltagssorgen wie durch ein Wunder aus deinem Spind verschwunden sind.

Kleiner Einschub: Wenn du Krafttraining machst, solltest du besonders darauf achten, deinen erhöhten Eiweißbedarf zu decken! Ein guter Richtwert sind 30 Gramm Protein pro Mahlzeit. Brauchst du Input? – Hier sind drei eiweißreiche Rezepte für dich!

9. Du bist besser gelaunt!

Beim Krafttraining produziert dein Körper Hormone, die deine Stimmung verbessern! Konkret schüttest du Glückshormone aus, die dafür sorgen, dass du richtig begeistert am Werk bist und diesen Schwung auch nach dem Training noch mitnimmst. Außerdem gibt es dir eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein.

10. Du siehst sexy aus! 😁

Zugegeben, Grund Nummer 10 habe ich ein bisschen überspitzt formuliert. Sorry, ich bin nunmal Journalistin. Was ich damit sagen will: Wenn deine Ernährung eine Katastrophe ist und du außer, sagen wir mal, drei Stunden Krafttraining in der Woche genau gar nichts für deinen Körper machst, wird das Training dich nicht sexy aussehen lassen. Dafür braucht es schon ein Gesamtpaket. Aber wenn du dich gesund ernährst und viel Bewegung in deinem Alltag einbaust, bekommst du durch Krafttraining deinen Traumkörper! Und vor allem: Du behältst ihn auch. Denn deine Muskeln verbrauchen ja 24/7 viel Energie, wie du mittlerweile weißt. Damit gibst du dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt keine Chance.

Auf die Plätze, fertig, los!

Na, bist du überzeugt? – Dann starte noch heute durch! Wenn du Tipps rund um den Einstieg ins Krafttraining brauchst, schreib mir gerne an sarah@oatsandcrumbs.com. Das hier ist der erste Artikel zum Thema Krafttraining, der auf dem Blog erscheint. Es wird dazu in nächster Zeit auf jeden Fall noch viel mehr Infos geben!

Machst du bereits Krafttraining? Welche positiven Effekte hast du bemerkt? – Erzähle mir gerne in einem Kommentar von deinen Erfahrungen! Darüber freue ich mich besonders. 😊

Sportliche Grüße,
deine Sarah

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