3 Gründe, warum du keine Diät machen solltest

Vermeintlich geniale Diäten versprechen dir oft das Blaue vom Himmel – und dass du das in kürzester Zeit erreichst. Sorry, aber das ist Bullshit! Das hier ist ein Klartext-Blog-Post: Du erfährst jetzt, warum dich eine Diät, und zwar egal welche, NICHT an dein Ziel führen wird.

„Schluss jetzt, ich muss endlich abnehmen. Ab morgen bin ich auf Diät!“ So oder so ähnlich denken viele Menschen, die mit ihrem Körper unzufrieden sind. Dann schnappen sie sich ihr Smartphone und googeln eifrig, welche neuen Diäten gerade erfolgversprechend sind oder welcher Influencer auf Instagram den besten Körper hat. Und sie denken: „So mache ich das jetzt! Genau so werde ich auch!“

Wenn du deinen Körper verändern möchtest, dann mache es bitte NICHT SO!

Mache nicht Diät X mit einem hochkomplexen Ernährungsplan und einer zehnseitigen Liste an verbotenen Lebensmitteln! Mache nicht Diät Y mit Rezepten aus teuren, exotischen Zutaten und einer Menge wunderwirkender Nahrungsergänzungsmittel! Und mache auch nicht Trainingsplan X mit Übungen, die du nicht aussprechen kannst, und mit täglich mindestens drei Stunden Trainingszeit. Mach das alles bitte nicht!

Damit es kein Missverständnis gibt: Das Wort „Diät“ ist eigentlich lateinisch und bedeutet nur „Ernährung“. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet es aber Abnehmprogramme mit konkreten Regeln, die zu befolgen sind, um eben erfolgreich das Körpergewicht zu reduzieren. Das meine ich auch, wenn ich von „Diät“ spreche.

Du erfährst in den nächsten Wochen und Monaten noch genau, mit welchen Strategien, mit welchen Ernährungsgrundsätzen und vor allem mit welchem Mindset du dein Wohlfühlgewicht erreichen kannst. Heute liefere ich dir aber erst einmal drei überzeugende Gründe, warum du das NICHT mit einer Diät machen solltest.

3 Gründe, warum du keine Diät machen solltest.

Grund Nr. 1: Diäten sind nicht langfristig!

„In acht Wochen zur Wunschfigur!“
„Bauchfett loswerden in drei Wochen!“
„Dein Traumkörper in vier Monaten!“

UND DANN???

Abgesehen davon, dass solche Ansätze aus gesundheitlicher Sicht sehr zweifelhaft sind, haben sie alle einen großen Haken:

Sie haben ein Anfang und ein Ende.

Du beginnst an Tag X mit deiner Diät, befolgst dann einen gewissen Plan und erreichst an Tag Y dein Wohlfühlgewicht. Nehmen wir einmal an, das funktioniert (was ich nicht glaube, aber trotzdem). Was machst du danach?

Die meisten Menschen klopfen sich auf die Schulter, sagen sich „Gut gemacht!“ und kehren zu ihren alten Gewohnheiten zurück. Zwei Monate später sind sie wieder dort, wo sie VOR der Diät waren. Der Jo-Jo-Effekt lässt grüßen!

Wenn du deinen Körper verändern möchtest, dann mache es bitte NICHT so!

Hattest du als Kind auch ein Jo-Jo? Dann stell dir vor, du lässt das Jo-Jo in Richtung Boden gleiten. Am Ende der Schnur macht es kehrt und saust nach oben. Wenn du es nicht aufhältst, steigt es höher als deine Hand, also höher als sein Ausgangspunkt! Der Jo-Jo-Effekt bedeutet, dass du nach einer „erfolgreichen“ Diät schneller wieder zunimmst, als du abgenommen hast, und am Ende oft mehr Gewicht und einen höheren Körperfettanteil hast als vor der Diät!

Du hast also nach einer Diät entweder die Möglichkeit, zu deiner „alten“ Ernährung zurückzukehren oder die Diät weiterzumachen. Warum Letzteres meistens nicht besonders attraktiv ist, erfährst du gleich bei Grund Nr. 2.

Grund Nr. 2: Diäten setzen auf Regeln und Verbote!

Viele Diäten sind nichts anderes als eine lange Liste von Verboten und Regeln! Du darfst keine Früchte essen, keine Milchprodukte, keine Eier, keinen Reis oder keine Nudeln und Schokolade oder Kuchen sowieso nicht. Ach ja, und Soja natürlich auch nicht! Du musst Unmengen grünes Gemüse und Sprossen essen, du musst zehn Kapseln am Tag schlucken, von denen du keine Ahnung hast, was drin ist. Du musst jeden Tag mindestens 14 Stunden fasten, du darfst ab 17 Uhr keine Kohlenhydrate mehr essen und überhaupt darfst du ab 18 Uhr gar nichts mehr essen! Zum Frühstück musst du jeden Tag „Wundershake sowieso“ trinken und den Nachmittagssnack kannst du dir gleich abschminken. Wenn du das alles abgehakt hast, darfst du nicht vergessen: Du musst jeden Tag drei Mahlzeiten frisch kochen und jeden Tag ins Fitnessstudio gehen. Alles klar soweit? Gut, dann viel Spaß!

Du musst, du darfst nicht, du darfst nicht, du musst…

Weißt du, was hier das Grundproblem ist? – Der MANGEL steht im Vordergrund! Bei Diäten geht es nur um Einschränkungen und strenge Vorgaben. Das hat auch einen einfachen Grund: Wenn du diese Pläne nicht auf Punkt und Komma befolgst, funktionieren sie nicht. Wenn du nur einen Millimeter von den Vorgaben abweichst, ist dein Erfolg schon mehr als gefährdet. Und dann gibt es keine scheinbar begeisterten Testimonials, deren beeindruckende Vorher-Nachher-Bilder zur Werbung genutzt werden können.

Jetzt ahnst du wahrscheinlich schon, warum es nun einmal so ist, dass Diäten einen Anfang und ein Ende haben: Weil kein Mensch sie länger aushält!

Du siehst, ich rede (schreibe) hier wirklich Klartext, weil mir das Thema wichtig ist und weil ich will, dass du als Teil meiner Community nicht auf irgendwelche obskuren Diätversprechen hereinfällst.

3 Gründe, warum du keine Diät machen solltest.

Grund Nr. 3: Diäten sind nicht individuell!

Auf Instagram sage ich das jede Woche gefühlt zehn Mal und ich werde es vermutlich auch noch tausende Male sagen, weil es so wichtig ist:

Es gibt nicht die eine Ernährung, die für jeden Menschen perfekt ist! Die Ernährung ist so individuell wie unser Aussehen und unsere Vorlieben, weil jeder Körper einzigartig ist und andere Bedürfnisse hat! Deine Aufgabe ist es, herauszufinden, welche Ernährung für dich perfekt ist! Die wird es in genau dieser Form nur einmal auf der Welt geben!

Du siehst schon, worauf ich hinaus will: Ein Diätplan, den du dir irgendwo herunterlädst, oder ein Abnehmprogramm, das du dir kaufst, ist ja schon fertig! Das kann gar nicht auf dich abgestimmt sein! Vorgefertigte Diäten und Ernährungspläne nehmen keine Rücksicht auf individuelle Vorlieben und Bedürfnisse. Ich sage nicht, dass Ernährungspläne grundsätzlich schlecht sind! Ganz im Gegenteil! Sie können dich bei einer Ernährungsumstellung sehr gut an der Hand nehmen, insbesondere dann, wenn sie von einem kompetenten Ernährungsberater maßgeschneidert für dich erstellt werden.. Das sind sinnvolle Ernährungspläne. Schlechte Ernährungspläne sind solche, die dir keine Optionen bieten, sondern einfach nur verlangen, dass du sie exakt umsetzt – genau wie Tausende andere, obwohl der richtige Plan für jeden Menschen anders aussehen muss.

Es gibt nicht die eine Ernährung, die für jeden Menschen perfekt ist!

Welche Folgen hat es, dass Diäten nicht individuell sind? Eine mögliche Folge liegt auf der Hand: Es schmeckt dir vielleicht einfach nicht. Die Kilos können nur so purzeln, wenn dir vor dem, was du essen musst (!) graut und dir alles, was du gerne isst, verboten wird, wirst du es nicht lange durchziehen.

Eine weitere mögliche Folge ist, dass die Diät gar nicht funktioniert, weil sie einfach nicht zu deinem Körper passt.

Was du anstelle einer Diät machen solltest, um dein Wohlfühlgewicht zu erreichen

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, was du sonst machen sollst, wenn du abnehmen und dein Wohlfühlgewicht erreichen möchtest. Dazu habe ich abschließend noch drei Tipps für dich:

  1. Ändere dein Mindset! Alles, was du tust, entsteht zuerst in deinem Kopf. Auch Abnehmen beginnt im Kopf und beginnt bei deiner Einstellung zu deinem Körper. Wenn du bisher immer gegen deinen Körper gekämpft hast, um abzunehmen, ist es an der Zeit, etwas zu verändern. Und wenn du bisher immer in kurzen Zeiträumen gedacht hast, auch.
  2. Denke langfristig! Sinnvolles Abnehmen passiert nicht von heute auf morgen. Verabschiede dich von allen abenteuerlichen Diäten, die dir den Traumkörper in wenigen Monaten verheißen. Setze nicht auf eine kurze Diät, sondern auf einen dauerhaft gesunden Lifestyle! Dazu gehört deine individuelle Ernährung, die dich glücklich macht. Dazu gehört eine Sportart, die dir Spaß macht, und dazu gehört eben auch das richtige Mindset. All das darfst du langsam herausfinden und dir aneignen. Wenn du dir auf dem Weg zu deinem Wohlfühlgewicht Zeit nimmst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du es dann für immer behältst, groß.
  3. Setze dir klare Ziele! „Ich will zehn Kilo abnehmen“ ist kein richtiges Ziel. Ein gutes Ziel zum Abnehmen besteht aus einem konkreten Körpergewicht, einem Körperfettanteil und einem Datum, an dem du es erreicht haben willst. Ein gutes Ziel ist außerdem in Etappen unterteilt: Tagesziele, Wochenziele, Monatsziele, 3-Monats-Ziele, Jahresziele und langfristige Ziele. Brich dein Ziel herunter und schon erscheint es viel leichter zu bewältigen!

Jeder dieser drei Tipps schneidet für sich ein großes Thema an: Mindset, langfristig gesunder Lifestyle und Arbeiten mit Zielen. Zu diesen drei Themen werde ich jeweils einen eigenen Blog Post schreiben und dir zeigen, mit welchen Strategien du an sie herangehen kannst.

Ich hoffe, dieser Blog Post hat dir gefallen und du nimmst den einen oder anderen Aha-Moment mit. Wenn du eine Frage hast, hinterlasse sehr gerne einen Kommentar. Ich antworte in der Regel schnell. Selbstverständlich kannst du mir auch immer eine E-Mail schreiben an sarah@oatsandcrumbs.com.

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