August 9

In 3 Schritten zu einer dauerhaft gesunden Ernährung

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So viele Meinungen und Halbwissen sind im Internet über das Thema gesunde Ernährung im Umlauf, dass Verunsicherung vorprogrammiert ist. Welche Ernährung ist denn nun wirklich gesund und wie sollst du sie umsetzen? Ich habe eine gute Neuigkeit für dich: Die Antwort ist viel einfacher als du denkst. Hier erfährst du, wie du zu einer dauerhaft gesunden Ernährung kommst – in 3 Schritten, die du wohl nicht erwartet hast.

Flatlay mit Obst und Gemüse. In der Mitte die Aufschrift "Ist Ernährung wirklich so kompliziert?"

Social Media, YouTube und andere Online-Plattformen sind wertvolle Informationsquellen zum Thema gesunde Ernährung, aber sie können auch eine Qual sein. Ernährung ist ein sehr persönliches und von Traditionen geprägtes Thema.

Die Meinungen gehen stark auseinander und auf die Frage, was den nun gesund sei, findest du unzählige sich widersprechende Antworten. Leider sind oft mehr Meinungen und Halbwissen im Umlauf als handfeste, auf wissenschaftlichem Konsens basierende Fakten.

Das ist frustrierend und führt leider dazu, dass viele, die sich gesünder ernähren möchten, schon aufgeben, bevor sie überhaupt angefangen haben. Die Informationsflut ist einfach zu groß und sie wissen nicht, was sie noch glauben sollen. Das höre ich sehr oft von meinen Coaching-Teilnehmerinnen und aus meiner Community.

Deshalb gebe ich dir heute drei Schritte an die Hand, mit denen du endlich Klarheit in das Thema gesunde Ernährung bringst und ins Handeln kommst, sodass es letztendlich eben kein Thema mehr für dich ist.

Rundes Labyrinth in einem Garten von oben aufgenommen

1. Vergiss Diäten und restriktive Ernährungsformen!

Nahezu jeden Monat erscheint irgendein neues Diätkonzept und Ernährungsweisen wie Low Carb oder Paleo wollen dir einreden, dass der Schlüssel zu gesunder Ernährung darin liegt, einen bestimmten Makronährstoff zu reduzieren oder bestimmte (eigentlich gesunde) Lebensmittel komplett wegzulassen.

Dadurch entsteht der Eindruck, gesunde Ernährung sei kompliziert und mit Verzicht verbunden.

Vergiss alle extremen Ernährungsformen, die auf einzelne Makronährstoffe abzielen und gewisse Lebensmittel verteufeln! Low Carb, Keto, Paleo und was es alles gibt bringen keinerlei erwiesene gesundheitliche Vorteile und können im schlimmsten Fall sogar Schäden hervorrufen, wenn sie uninformiert umgesetzt werden.

Vertreter solch restriktiver Ernährungsansätze haben immer plausible Erklärungen für ihre Ansichten, aber dahinter steckt leider nichts als Pseudowissenschaft. Typischerweise heißt es dann, es gebe „zahlreiche Studien“, die beweisen würden, dass z.B. die ketogene Ernährung diese und jene gesundheitlichen Vorteile hat.

Ich habe das auch einmal geglaubt! Wenn du mir schon länger folgst, weißt du, dass ich eine richtige Keto-Phase hatte und dachte, ich hätte endlich die Wahrheit entdeckt. Aber als ich anfing, Ernährungsfragen aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel zu betrachten, musste ich mir eingestehen: Es existieren keine „zahlreichen Studien“, sondern vielleicht eine Handvoll und die entsprechen nicht zwingend den wissenschaftlichen Standards.

Kurz gesagt: Diäten und restriktive Ernährungsformen sind nicht der wissenschaftliche Konsens und daher nicht gesund! Das führt uns direkt zum nächsten Schritt.

Bowl mit Quinoa, gebratenem Tofu, Kichererbsen und Gemüse. Aufnahme im 45-Grad-Winkel.

2. Hinterfrage kritisch und halte dich an den wissenschaftlichen Konsens!

Du wirst für alles, woran du glauben möchtest, eine Studie als Beweis finden, vielleicht sogar mehrere. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass das korrekt ist! „Gluten ist ungesund“, „Obst macht dick“, „Von Soja bekommen Männer Brüste“, „Eier lassen den Cholesterinspiegel nicht ansteigen“ usw. Für alle diese Aussagen gibt es Studien, aber sie sind trotzdem nicht korrekt!

Legitime Studien müssen bestimmte wissenschaftliche Standards erfüllen. Sie dürfen nicht von Unternehmen oder Organisationen gesponsert sein, die für ein bestimmtes Ergebnis bezahlen. Leider ist das bei sehr vielen Studien der Fall. Sie müssen unabhängig finanziert sein, ein ordentliches Studiendesign, eine große Studienpopulation (= Anzahl der Teilnehmer*innen) und eine adäquate Studiendauer haben.

Musst du jetzt Studien lesen?

Musst du jetzt anfangen, Originalstudien zu lesen und zu bewerten, ob sie den wissenschaftlichen Standards entsprechen? – Nein, auf keinen Fall! Aber du solltest anfangen, dich bei Menschen zu informieren, die Studien lesen und sich urteilsfrei auf diese beziehen. Oder bei Menschen, die die Bücher von diesen Menschen gelesen haben. (Ich bin übrigens ein bisschen von beidem. 😉)

Aber auch bei vertrauenswürdigen Informationsquellen macht es Sinn, sie immer wieder zu hinterfragen, selbst nachzudenken und auch nachzuprüfen. Denn jeder Mensch kann nun einmal auch Fehler machen und jemand, der gewissenhaft arbeitet, ist dankbar, wenn er darauf hingewiesen wird.

Hier sind zwei meiner bevorzugten Quellen, die ich dir empfehlen kann:

Bücherstapel mit Stiften darauf und daneben ein aufgeschlagenes Buch mit einem Bleistift, das auf einem Taschenrechner liegt

Was ist der wissenschaftliche Konsens?

Wissenschaftlicher Konsens ist das, worüber sich alle einig sind. 😊 Für die Ernährung bedeutet das: Wissenschaftlicher Konsens ist das, worüber sich alle führenden Ernährungsgesellschaften der Welt einig sind.

Alle weltweit führenden Ernährungsgesellschaften sind sich einig, dass eine gesunde Ernährung vorwiegend pflanzlich sein und auf unverarbeiteten Lebensmitteln basieren soll.

Es ist nicht bewiesen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Ernährung ist. Das würde ich als Veganerin natürlich gerne sagen, aber ich tue es nicht, weil es dafür keinen Beweis gibt. Die aktuelle wissenschaftliche Datenlage gibt das schlichtweg nicht her. Alle führenden Fachgesellschaften sind sich aber einig, dass eine gut geplante rein pflanzliche Ernährung sehr gesund und für alle Lebensabschnitte geeignet ist.

Das bedeutet, wenn du dich gesund ernähren möchtest, solltest du hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel essen, aber du könntest einen kleinen Teil hochwertige tierische Produkte integrieren. Aus ethischer Sicht und in Hinblick auf die Umwelt würde ich dir davon allerdings abraten. Bezieht man Ethik und Umwelt mit ein und ist sich außerdem der gesundheitlichen Vorteile von pflanzlicher Ernährung bewusst, führt meiner Meinung nach kein Weg am Veganismus vorbei.

Flatlay mit Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen in kleinen Schälchen

3. Stelle dich langsam um und bleib dann dabei!

Deine ganze Ernährung von heute auf morgen auf den Kopf stellen funktioniert vielleicht ein paar Tage lang, aber dann wirst du an Überforderung scheitern. Mach dir keinen Stress!

Wenn du es richtig angehst, brauchst du nur EINE einzige Ernährungsumstellung und hast das Thema dann für den Rest deines Lebens vom Tisch! Aber lass dir für diese eine Umstellung wirklich Zeit. Eigne dir Schritt für Schritt neue Ernährungsgewohnheiten an. Informiere dich gut und ändere immer nur eine kleine Sache zur Zeit. So schaffst du eine nachhaltige, dauerhafte Umstellung, von der du dein Leben lang profitieren kannst.

Eine gesunde pflanzenbasierte oder rein pflanzliche Ernährung ist im Alltag sehr einfach umzusetzen. Sie basiert auf den fünf wichtigsten Lebensmittelgruppen, die täglich in mindestens einer Mahlzeit enthalten sein sollen: Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse, Nüsse und Samen (sind zusammen eine Gruppe). Iss abwechslungsreich aus allen diesen Gruppen und du wirst bis auf wenige Ausnahmen alle essentiellen Nährstoffe decken können.

Natürlich gibt es auch (potenziell) kritische Nährstoffe, aber davon gelten die meisten nicht nur für Veganer, sondern auch für Mischköstler, zum Beispiel Vitamin B12 und Vitamin D. Was wir über die Ernährung nicht in ausreichender Menge zuführen können, ist mit einem hochwertigen Supplement (= Nahrungsergänzungsmittel) ganz einfach zu erledigen.

Mehr steckt wirklich nicht dahinter. 😊

Wie kann ich dir helfen?

Vielleicht denkst du jetzt: „Ok, hab ich alles verstanden, aber ich möchte trotzdem noch Unterstützung.“ Ich helfe dir gerne auf deinem Weg in eine gesunde pflanzliche Ernährung! Schreib mir einfach eine Mail an [email protected] und dann kommen wir in Austausch. 😊

Folge mir auf Instagram @sarah_oatsandcrumbs! Dort zeige ich, was ich esse, gebe viele Tipps und teile informative Posts rund um das Thema vegane Ernährung.

Wenn du dich für die vegane Ernährung interessierst, habe ich auch ein Geschenk für dich: meinen kostenlosen Vegan Einsteiger-Guide! Du kannst dir das 12-seitige PDF hier herunterladen!

Pinterest-Grafik zum Artikel "In 3 Schritten zu einer dauerhaft gesunden Ernährung"

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