Morgenroutine: Wie du positiver in den Tag startest

Das Thema Morgenroutine liegt derzeit sehr im Trend. Viele schwören darauf, sich morgens ausgiebig mit sich selbst zu beschäftigen – von Meditation über Journaling bis hin zu Sport. In diesem Artikel lernst du Möglichkeiten kennen, wie du deine eigene Morgenroutine gestalten kannst, auch wenn du dich für einen absoluten Morgenmuffel hältst.

Kaffeetasse, grüne Blätter und eine braune Karte mit der Aufschrift "Happy" – Flatlay.

Was ist eine Morgenroutine genau und was bringt sie?

Eine Morgenroutine ist eine Aneinanderreihung von Tätigkeiten morgens unmittelbar nach dem Aufstehen, die du jeden Morgen in der gleichen Abfolge durchführst. Es ist eine Strategie, mit der du dich mental auf den Tag vorbereitest, indem du dir erstmal Zeit für dich selbst und für deine persönlichen Ziele nimmst, bevor du in die Hektik des Alltags eintauchst.

Eine gute Morgenroutine kann viele Vorteile mit sich bringen:

  • Du hast tagsüber mehr Energie.
  • Du fühlst dich weniger gestresst.
  • Du bist produktiver.
  • Du hast ganz klar vor Augen, was du jeden Tag und auf lange Sicht erreichen willst.
  • Du fühlst dich besser organisiert und strukturiert.
  • Du fühlst dich den Herausforderungen des Alltags besser gewachsen.

Das heißt natürlich nicht, dass das alles ohne Morgenroutine unmöglich ist! Aber wenn du einen dieser Punkte für dich als Problemfeld identifiziert, indem du zum Beispiel feststellst, dass dein Energielevel ziemlich niedrig ist und dass du keinen klaren Fokus hast, kann dir eine Morgenroutine helfen, das zu verbessern.

Deine Morgenroutine hat kurz zusammengefasst dieses Ziel: dass du mit einem positiven Mindset in den Tag startest. Nicht so: „Oh nein, das wird ein furchtbarer Tag. Ich muss dieses tun, jenes tun, das auch noch, dorthin fahren, diesen Termin einhalten… das wird sich alles nicht ausgehen. Wieder so ein stressiger Tag! Wäre er doch schon vorbei!“ Sondern so: „Heute wird ein guter Tag! Ich bin motiviert, weiß, was zu tun ist und wie ich das alles gut hinkriegen werde.“

Flatlay mit einem aufgeschlagenen Buch, Knien und Händen der Person, die es liest, und einem Frühstücksteller mit süßem Gebäck und Kaffee.

Wie kann eine Morgenroutine aussehen?

Ein Universalrezept für die perfekte Morgenroutine gibt es nicht. Deine Morgenroutine ist ganz individuell. Du bestimmst, welche Tätigkeiten dazugehören, in welcher Reihenfolge du sie durchführst und wie lange deine Morgenroutine dauert. Sie soll sich ja wie angegossen in deinen Alltag einfügen und ihn bereichern. Du sollst deinen Morgenroutine auf keinen Fall als ein weiteres To do auf deiner langen Liste betrachten, das sich nur belastet.

Meine persönliche Morgenroutine bestand lange Zeit aus Journaling, also Tagebuch schreiben, und Training. Bis ich The Miracle Morning von Hal Elrod gelesen habe. Dieses Buch ist DER Klassiker zum Thema Morgenroutine. Es war ein Riesenerfolg für den Autor und zog eine Menge weiterer Bücher rund um Produktivität, das richtig Mindset und Routinen nach sich. The Miracle Morning ist mittlerweile schon so etwas wie eine internationale Bewegung geworden. Unzählige Menschen auf der ganzen Welt committen sich zu einem Lifestyle, der den Schlüssel zum Erfolg in den ersten Stunden des Tages sieht. Seit ich das Buch gelesen habe, weiß ich, dass ich auch zu diesen Menschen gehöre. Bis dahin dachte ich immer, ich sei vielleicht ein bisschen verrückt.

Die Morgenroutine aus The Mircale Morning von Hal Elrod

Hal Elrod präsentiert in seinem Buch eine Morgenroutine, die aus sechs Gewohnheiten beziehungsweise Tätigkeiten besteht, die zusammen den Miracle Morning ergeben. Er bezeichnet sie als die sechs Life S.A.V.E.R.S. Es gibt einen eigenen Buchteil, wo jede dieser Gewohnheiten genauestens beschrieben wird – inklusive Praxisanleitungen. Wenn ich das interessiert, kann ich dir das Buch wirklich nur empfehlen.

Silence = Stille

Du setzt dich in Ruhe hin, schließt die Augen, konzentrierst dich auf deine Atmung, atmest ganz langsam und versuchst, deine Gedanken loszulassen. Das kann Meditation sein, muss aber nicht. Sinn der Sache ist, dass du dir ein paar Minuten Zeit nimmst, um in völliger Stille zu sitzen und dich auf dein Inneres zu konzentrieren.

Affirmations = Affirmationen

Affirmationen sind Sätze, die du dir – am besten laut – vorsagst. Das sind motivierende und bestärkende Sätze. Du formulierst darin auch deine persönlichen Ziele und lenkst deinen Fokus auf das, was wichtig ist. Am besten schreibst du dir diese Sätze auf und gehst sie im Zuge deiner Morgenroutine durch. Ja, jeden Tag. Das mag im ersten Moment seltsam klingen, hat aber eine erstaunliche Wirkungskraft.

Sonnenaufgang im Gebirge.

Visualisation = Visualisierung

Hier schließt du wieder deine Augen und stellst dir deine Ziele so vor, als hättest du sie schon erreicht. Du visualisierst, wie du dich dann fühlst, wie du aussiehst, wie dein Leben ist. Der Fitnesscoach Mark Maslow hat dafür eine wunderbare Formulierung: Du badest in deinem Ziel! Das fühlt sich sehr schön an und ist ungemein motivierend.

Exercise = Training

Sport ist bei Hal Elrod ein integraler Bestandteil der Morgenroutine – in welcher Form auch immer. Das kann bedeuten, dass du hundert Liegestütze und 50 Klimmzüge machst, dass du einen Spaziergang in der Natur unternimmst oder dass du ins Fitnessstudio fährst. Wichtig ist, dass es dir Spaß macht und dass es dir gut tut.

Reading = Lesen

Nimm dir morgens ein paar Minuten Zeit für inspirierende, positive Lektüre. Das kannst du zum Beispiel sehr gut machen, während du deinen Kaffee trinkst. Die Zeitung würde ich an dieser Stelle eher nicht empfehlen, weil da meistens hauptsächlich Negatives drinsteht.

Scribing = Schreiben

Journaling oder Tagebuch schreiben ist eine tolle Möglichkeit, um auszulagern, was dir morgens durch den Kopf geht, um dich mit deinen Gedanken auseinanderzusetzen und sie zu systematisieren. Du kannst auch aufschreiben, wofür du heute dankbar bist, welche Herausforderungen du gerade hast oder was du dir an diesem Tag vornimmst.

Was die Morgenroutine für mich verändert hat

Ich habe diese sechs möglichen Bestandteile einer Morgenroutine aus The Miracle Morning entnommen, weil das einfach das universelle Morgenroutine-Konzept ist. Daran kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit dem Thema befasst. Und das hat auch durchaus seine Berechtigung, finde ich. Nach der Lektüre des Buchs habe ich die übrigen vier Elemente, die noch nicht teil meiner Morgenroutine waren, auch noch implementiert, also Stille, Affirmationen, Visualisierung und Lesen. Für mich persönlich hat es einen riesigen Unterschied gemacht! Es fühlt sich wirklich ein bisschen wie ein Miracle, ein Wunder, an. Ich starte deutlich positiver in den Tag, bin noch motivierter als vorher (obwohl ich ohnehin schon immer ein motivierter Mensch war), habe einen glasklaren Fokus auf meine Ziele, weil ich sie mir jeden Morgen vor Augen führe, und bin absolut überzeugt davon, dass ich sie erreichen werde. Ich habe aber nichts anderes verändert, nur meine Morgenroutine ausgebaut!

Grüne Kaffeetasse mit Bett im Hintergrund.

Das ist wie gesagt meine persönliche Erfahrung und ich will damit keinesfalls sagen, jeder sollte eine Morgenroutine nach dem Prinzip von The Miracle Morning durchführen. Aber ich möchte dir das Konzept einfach als Denkanstoß und Inspiration mitgeben, weil ich glaube, dass es schon für viele Menschen einen großen Unterschied machen kann in der Art und Weise, wie sie an ihren Alltag herangehen.

Wie organisierst du deine Morgenroutine?

Lass mich raten, es gibt da sicher eine Frage, die du dir schon die ganze Zeit stellst: Wann um Himmels Willen muss ich denn aufstehen, um das alles zu machen, BEVOR der Tag richtig beginnt?

Tatsächlich ist The Miracle Morning ursprünglich für Frühaufsteher der richtig harten Sorte konzipiert. Hal Elrod selbst steht seinen Angaben zufolge um vier Uhr früh auf. Viele Menschen wurden durch das Buch zu Frühaufstehern und stehen ebenso um diese Zeit auf. Ich hatte schon bevor ich das Buch kannte die Angewohnheit, zwischen vier und halb fünf Uhr früh aufzustehen und mache das immer noch so.

ABER warte, bevor du jetzt die Seite schließt, weil dich das so entsetzt! Du musst selbstverständlich NICHT vor Sonnenaufgang oder zu sonst einer für dich undenkbaren Zeit aufstehen, um eine Morgenroutine zu haben. Wenn dein Morgen bisher so aussah, dass du dich in letzter Sekunde aus dem Bett gequält hast, in aller Eile im Badezimmer warst und ohne Frühstück aus dem Haus gerast bist, wirst du logischerweise früher aufstehen müssen, wenn du eine Morgenroutine bei dir einführen möchtest, denn die Morgenroutine hat ja den Sinn, dir morgens mehr Zeit für dich selbst und für deine Ziele zu verschaffen.

Zwei Hände, die unter der Bettdecke nach oben ragen und das Victory-Zeichen machen. Kaffeetasse in einer Hand.

Die entscheidenden Punkte für die Organisation deiner Morgenroutine sind aber:

  • DU bestimmst, welche Tätigkeiten du in deine Morgenroutine aufnehmen möchtest.
  • DU bestimmst, in welcher Reihenfolge du sie durchführst.
  • DU bestimmst, wie lange du dir für welche Tätigkeit Zeit nimmst.
  • Daraus folgt: DU bestimmst, wie lange deine Morgenroutine dauert und wann du dafür aufstehst.

Das muss nicht zwingend jeden Tag komplett gleich sein. Du kannst einmal mehr, einmal weniger machen, je nachdem, wie es dir gerade passt. Deine Morgenroutine soll nicht sowas wie ein militärischer Morgen-Rapport sein, sondern eine Gewohnheit, die du genießt und die dich mit einem positiven Mindset in den Tag starten lässt.

Hast du schon eine Morgenroutine?

Wie sieht es bei dir aus? Hast du eine Morgenroutine? Wenn ja, woraus besteht sie? Das interessiert mich sehr. Deshalb freue ich mich, wenn du mir in einem Kommentar unter diesem Artikel von deiner Morgenroutine erzählst.

Wenn du noch mehr Inspiration oder Praxis-Tipps möchtest, schreib mir gerne auch an sarah@oatsandcrumbs.com!

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