Never give up: Mein Weg von der Essstörung zum Wunschkörper

Was Abnehmen und Zunehmen betrifft, habe ich schon einiges hinter mir. Wenn ich vor sieben Jahren schon alles über Ernährung und Fitness gewusst und das richtige Mindset gehabt hätte, hätte ich mir das alles erspart. Nun betrachte ich es eben als wertvolle Zeit des Lernens und möchte mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen anderen Menschen helfen, ihre (körperlichen) Ziele zu erreichen – ohne die Umwege, die ich gemacht habe.

Ernährung und Sport spielen in meinem Leben seit zehn Jahren eine zentrale Rolle – und haben das nicht immer in einer positiven Weise getan. Als ich mit 17 zum ersten Mal auf die Idee kam, ein paar pubertäre Fettpolster abzubauen, um meinen Wunschkörper zu haben, rutschte ich in eine Essstörung. Der Weg zurück war lang und steinig, aber ich schaffte es. Was ich aus dieser Krise und vor allem aus der Erholungsphase mitnahm, waren eine neue Sensibilität für meinen Körper und meine Leidenschaft fürs Kochen und Backen, die ich erst richtig entfaltet hatte, als ich zunehmen musste, um gesund zu werden.

Wie Krafttraining mein Leben veränderte

In meiner Studienzeit war ich zuerst noch lange sehr dünn, aber überhaupt nicht athletisch, einfach nur dünn. Dann legte ich wieder ein bisschen zu, vernachlässigte in einer von Schicksalsschlägen geprägten Zeit meine Ernährung und gelangte wieder an einen Punkt, wo ich unzufrieden mit meinem Körper war. Als lösungsorientierter Mensch überlegte ich mir, was ich machen könnte und entdeckte das Krafttraining für mich. Was soll ich sagen, es war ein absoluter Gamechanger. Ich war extrem motiviert, nahm auch bei der Ernährung wieder die Zügel in die Hand und erreichte in bemerkenswert kurzer Zeit meine körperlichen Ziele. Das Resultat: Zum ersten Mal war ich nicht einfach nur dünn, sondern schlank und durchtrainiert. Und da wusste ich, genau so will ich sein. Ich fühlte mich großartig, war so wunderbar mit mir im Einklang, dass ich geradezu schwebte.

Wie ich mir meine Traumfigur sehr effizient wieder ruinierte

Dann kam der Wechsel von der Universität ins Berufsleben und damit ein komplett veränderter Alltag. Der Job fraß meine Zeit, meine Energie und meine Nerven. Der Stress brachte mir ein neues, mir bis dahin völlig unbekanntes Problem ein: emotionales Essen und Heißhunger. Monatelang kompensierte ich den Frust darüber, dass ich irgendwie kein Leben mehr hatte, abends, wenn ich erschöpft auf der Couch saß, mit viel Schokolade, Keksen und Kuchen. Ich ernährte mich tagsüber gesund, aber das emotionale Essen am späten Abend machte alle meine Bemühungen zunichte, untergrub das Fundament meines Wunschkörpers, den ich nun endlich hatte, und packte mir wieder ein paar Kilos auf die Hüften und an andere Stellen, wo ich sie nicht haben wollte. Das Ergebnis: Ich war zwar immer noch eher schlank und muskulös, aber eben kurviger und schlichtweg einige Kilo über meinem Wohlfühlgewicht. Für viele Außenstehende sah ich immer noch super aus, aber ich war weit jenseits meiner Mitte, immer gehetzt, frustriert und unzufrieden mit mir selbst.

Nicht das Essen war das Problem!

Ich begann, nachzudenken, was eigentlich mein Problem war, und stellte fest: Ich hatte es nicht geschafft, meinen Lifestyle rund um Fitness und gesunde Ernährung mit meinem 40-Stunden-Job und allem, was damit an Veränderungen einhergeht, auf kluge Art und Weise zu verweben. Zwar war ich auch vorher im Studium schon immer sehr beschäftigt gewesen, aber der Arbeitsalltag erwies sich doch als anderer Kaliber. Zusätzlich hatte ich auch noch mein Herzensprojekt, den Blog, der wuchs und immer mehr zu einem Job für sich wurde. Alles in allem war mein Tag noch ungefähr drei Mal so vollgestopft wie davor. Diese Rechnung konnte gar nicht aufgehen. Es war klar, dass es einen Preis dafür geben musste, und ich bezahlte – ohne mir dessen bewusst zu sein – mit dem, was ich gedacht hatte, endlich dauerhaft erreicht zu haben: die beste Version von mir selbst.

Nicht die Menschen, die immer gewinnen sind die stärksten, sondern die, die niemals aufgeben.

unbekannt

Dass ich etwas ändern musste, stand außer Frage. Die Ursache für meine Unzufriedenheit war ja nicht die Ernährung an sich, sondern die Tatsache, dass ich meine 1000 täglichen Challenges nicht mehr unter einen Hut brachte und nicht mehr das Gefühl hatte, dass ich das Leben führte, das ich mir wünschte.

Wie ich wieder auf den richtigen Kurs kam

Wenn ich eine Eigenschaft an mir besonders schätze, dann meine Zielstrebigkeit. Sobald ich eine Erkenntnis habe, mit der ich etwas anfangen kann, denke ich ein Problem systematisch durch, analysiere es und mache mich auf die Suche nach Lösungen. Wenn ich einen Ansatz gefunden habe, der mir sinnvoll erscheint, fälle ich einen Entschluss und – das ist der entscheidende Punkt – HANDLE. Ich warte nicht auf ein Zeichen des Himmels, sondern springe über meinen Schatten und setze um. Natürlich nicht alles auf einmal von heute auf morgen, sondern schrittweise, bewusst und umsichtig.

Mit einer Reihe von Strategien schaffte ich es, mein Segel wieder in den Wind zu setzen und wieder auf Kurs zu kommen. Ich würde sagen, ich segle jetzt auf ruhiger See und sehe mein Ziel schon mit dem bloßen Auge, nicht mehr nur durch das Fernglas.

Mein Tag war noch ungefähr drei Mal so vollgestopft wie davor. Diese Rechnung konnte gar nicht aufgehen. Es war klar, dass es einen Preis dafür geben musste, und ich bezahlte mit dem, was ich gedacht hatte, endlich dauerhaft erreicht zu haben: die beste Version von mir selbst.

sarah

Meine Gamechanger waren und sind:

  • besseres Zeitmanagement
  • positives Mindset
  • Ziele exakt ausarbeiten und einen konkreten Fahrplan erstellen
  • Intervallfasten
  • Morgenroutine
  • Affirmationen

Auf diese Punkte jetzt genauer einzugehen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Ich wollte hier einfach mal meine Geschichte erzählen, damit du meinen Background kennst und weißt, dass ich nicht über irgendwelche Ansätze, Strategien und so weiter schreibe, die ich mir bloß angelesen habe, sondern dass meine Empfehlungen und Ansichten rund um Mindset, Ernährung und Fitness allesamt auf meinen eigenen Erfahrungen beruhen.

Jeder dieser Gamechanger wird seine eigenen ausführlichen Artikel bekommen. Ich möchte dir auch konkrete Anleitungen an die Hand geben, mit denen du Konzepte direkt umsetzen kannst. Oft machen die kleinsten Veränderungen den größten Unterschied.

Was interessiert dich am meisten?

Schreib mir gerne in einem Kommentar, welcher Gamechanger dich besonders interessiert! Ich passe die Reihenfolge, in der ich die Themen aufgreife, gerne an deine Bedürfnisse an.

Wenn du ähnlich Erfahrungen gemacht hast, würde ich mich auch freuen, wenn du sie mit mir teilst. Schreib mir an sarah@oatsandcrumbs.com.

Danke fürs Lesen!

Fotos: Unsplash

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