Chocolate Chip Cookies

Chocolate Chip Cookies sind legendär – und das zurecht, sind sie doch einfach die besten Cookies, die man sich vorstellen kann. Jeder hat sein persönliches Lieblingsrezept. Meines ergibt sehr weiche, chewy Cookies mit viel Schokolade und leichter Karamellnote.

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Weiche, chewy Chocolate Chip Cookies wie in den USA
Weiche, chewy Chocolate Chip Cookies wie in den USA

Es gibt sie wie Sand am Meer: Rezepte für Chocolate Chip Cookies. Man würde also meinen, es ist total einfach, sie zu machen. Ist es auch! ABER: Wenn du bei Google „Chocolate Chip Cookies Rezept“ eingibst, erhältst du mehr als 200 Millionen Treffer! Ungefähr 180 Millionen davon beanspruchen für sich, das Originalrezept zu sein. Na dann, viel Spaß beim Aussuchen! 😀

Worauf ich hinauswill: Bei derartig verbreiteten Rezepten wie Chocolate Chip Cookies ist die große Auswahl mehr Fluch als Segen. Du brauchst ewig, um das Angebot zu durchforsten und wenn du nicht über viel Backerfahrung verfügst, siehst du einem Rezept beim Blick auf die Zutatenliste nicht sofort an, ob es etwas taugt. In aller Bescheidenheit: Ich sehe das. 😀

Jeder hat sein eigenes Lieblingsrezept für Chocolate Chip Cookies und ich möchte meines mit dir teilen, in der Hoffnung, dass es auch dein Lieblingsrezept wird. Denn eines kann ich dir verprechen: Diese Chocolate Chip Cookies sind anbetungswürdig!

Was macht diese Chocolate Chip Cookies herausragend?

Als ich diese Chocolate Chip Cookies zuletzt gebacken habe, hab ich am selben Tag ganze sieben davon gegessen! Spätestens wenn du sie selbst gemacht hast und siehst, wie groß eines ist, wirst du diese Anzahl beeindruckend finden. 😉 Hier besteht wirklich akute Suchtgefahr, denn diese Cookies sind:

  • CHEWY: Die deutsche Übersetzung lautet „klebrig“ – genau deshalb verwende ich das englische Wort. 😀 In solchen Fällen finde ich die deutsche Sprache einfach nur entsetzlich, obwohl ich gelernte Germanistin bin. Also vergiss „klebrig“ und nimm das wunderschöne chewy in deinen auf Cookies, Kuchen & Co. bezogenen Wortschatz auf. Es steht für eine kompakte, wie ungebackene, herrlich saftige Konsistenz und kommt schon in die Nähe von fudgy. American Cookies müssen chewy sein. Punkt. 😉
  • weich: Diese Cookies schmelzen fast auf der Zunge!
  • leicht karamellig: Einfach nur süß wird unseren Ansprüchen nicht gerecht, oder?
  • sehr schokoladig: Wirst du auch zornig, wenn du in einem Chocolate Chip Cookie mit Glück fünf Chocolate Chips findest? – Eben! Mein Rezept spart nicht mit Schokolade.
  • dick: Ich habe mir von der Bloggerkollegin, die sich meines Erachtens als Cookie-Weltmeisterin bezeichnen darf, einen Trick abgeschaut, der dafür sorgt, dass die Cookies beim Backen nicht zu sehr auseinanderfließen, sondern schön dick werden.
Zutaten für Chocolate Chip Cookies, Mise en place

Die sieben Geheimnisse: So werden deine Chocolate Chip Cookies perfekt

  1. Geschmolzene Butter: Cookies lassen sich auch mit weicher Butter (Zimmertemperatur) zubereiten. Aber mit geschmolzener Butter holst du in Sachen Konsistenz nochmal zehn Prozent mehr heraus, denn durch sie werden die Chocolate Chip Cookies richtig, richtig CHEWY.
  2. Salz: Du kannst alles andere perfekt machen, wenn du das Salz weglässt, wird deinen Cookies das gewisse Etwas fehlen. Also rein damit!
  3. Speisestärke: Stärke ist dafür zuständig, das Ganze zusammenzuhalten. Das heißt, sie trägt dazu bei, dass der Teig nicht zu stark auseinanderfließt und dass diese wunderbar weiche Textur entsteht.
  4. Braunzucker und Muscovado Zucker: Diese beiden Zuckersorten haben eine schwere Konsistenz und eine ausgeprägt Karamellnote. Für richtig weiche Cookies mit dem typischen ungebackenen Kern sind sie unerlässlich. Weißer Kristallzucker kommt auch noch dazu, aber die Hauptrolle spielen die Braunzucker und Muscovado Zucker.
  5. Zartbitterschokolade: Chocolate Chips aus Zartbitterschokolade sind die richtige Wahl für dieses Rezept. Der Geschmack wird viel charaktervoller als mit Milchschokolade.
  6. Vanilleextrakt: Vanille ist das zarte Aromatüpfelchen auf dem i. Du merkst es vielleicht nicht, wenn sie in Chocolate Chip Cookies nicht drin ist, aber du merkst einen gewaltigen Unterschied, wenn sie drin ist.
  7. Eidotter: Du brauchst für dieses Rezept ein ganzes Ei. Ich gebe noch zwei Eidotter extra hinzu, weil sie den Teig gut binden (was spätestens beim Rollen der Teigbälle sehr wichtig ist) und ihn gleichzeitig zart machen.

Tipps für die Zubereitung von Chocolate Chip Cookies

  • Nicht zu viel rühren: Cookie-Teig ist kein Kuchenteig. Das bedeutet, du musst nicht ewig lange rühren. Sollst du sogar nicht! Cookie-Teig mag es lieber, wenn er schnell zusammengerührt wird. Die Zutaten verbinden sich ohnehin erst in der Ruhezeit richtig. Du brauchst nicht einmal einen elektrischen Mixer! Schneebesen und Kochlöffel reichen vollkommen.
  • Ei und Dotter mit Zimmertemperatur: Warme, geschmolzene Butter und eiskalte Eier tun sich mit dem Zusammenkommen eher schwer, wie du dir sicher vorstellen kannst. Drum nimm dir die Zeit und lege die Eier für deinen Cookie-Teig etwa eine Stunde vor der Zubereitung auf die Arbeitsfläche.
  • Den Teig kühlen: Gib dem Teig mindestens drei Stunden Kühlzeit, um sich zu stabilisieren und damit sich die Zutaten optimal verbinden. Das ist nicht optional, sondern OBLIGATORISCH! Verarbeite Cookie-Teig niemals gleich! Sonst erhältst du riesengroße, flache Cookie-Fladen und glaub mir: Das willst du nicht! Ich lasse den Cookie-Teig immer über Nacht im Kühlschrank ruhen. Theoretisch könntest du ihn vor der Weiterverarbeitung sogar zwei bis drei Tage ruhen lassen.
  • Hohe Teigbälle formen: Die Teigbälle, die du formst, sollten keine runden Kugeln, sondern eher eiförmig sein. Das heißt, es sind längliche, hohe Teigbälle. Warum? – Du wirst staunen, wie stark der Teig auseinanderfließt! Wenn du hohe Teigbälle formst, verhinderst du, dass der Teig im Backofen zu stark auseinanderfließt. Stattdessen werden die Cookies schön dick:
  • Extra Chocolate Chips: Spicke die obere Hälfte der Teigbälle mit zusätzlichen Chocolate Chips. Das sind die, die am Ende auf der Oberfläche der Cookies sind, was wesentlich zu ihrem typischen Aussehen beiträgt. Außerdem werden die Cookies dadurch natürlich noch schokoladiger.
  • Kurze Backzeit: Nach zehn Minuten Backzeit wirst du deine Cookies anschauen und denken, das sei nicht mein Ernst. Sie sind sehr weich und wirken irgendwie gar nicht gebacken. Perfekt! Genau in diesem Zustand holst du sie aus dem Backofen. Sie backen auf dem heißen Blech noch weiter. Nach zehn Minuten kannst du sie schon problemlos auf ein Kuchengitter verfrachten.

Mein letzter Tipp: Wenn du das alles geschafft hast, dann vergiss nicht, dir zur Belohnung gleich einen warmen Chocolate Chip Cookie zu gönnen! 😉

Chocolate Chip Cookies

Chocolate Chip Cookies sind legendär – und das zurecht, sind sie doch einfach die besten Cookies, die man sich vorstellen kann. Jeder hat sein persönliches Lieblingsrezept. Meines ergibt sehr weiche, chewy Cookies mit viel Schokolade und leichter Karamellnote.
Portionen 20 Cookies
Vorbereitungszeit 20 Min.
Zubereitungszeit 10 Min.
Kühlzeit 3 Stdn.
Gesamtzeit 3 Stdn. 30 Min.

Zutaten 

  • 150 g Butter
  • 250 g griffiges Weizenmehl
  • 50 g glattes Weizenmehl
  • 1 TL Speisestärke
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Salz
  • 100 g Braunzucker
  • 50 g Muscovado Zucker
  • 50 g Kristallzucker
  • 1 Ei, Zimmertempertur
  • 2 Eidotter, Zimmertemperatur
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 200 g dunkle Schokotröpfchen

Zubereitung

  • Die Butter in einem Topf schmelzen, in eine Schüssel füllen und 10 bis 15 Minuten abkühlen lassen.
  • Inzwischen Mehl, Stärke, Natron und Salz vermischen.
  • Geschmolzene Butter und Zucker mit der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät kräftig verrühren. Da Braunzucker und Muscovado Zucker schwer und leicht klumpig sind, lösen sie sich beim Rühren noch nicht in der Butter auf. Das ist in Ordnung so. Achte einfach darauf, so lange zu mixen, bis nur noch wenige Klumpen vorhanden sind.
  • Das Ei, die beiden Dotter und den Vanilleextrakt dazugeben und die Masse aufschlagen.
  • Das Mehl hinzufügen und mit einem Kochlöffel einarbeiten. Der Teig wird kompakt, aber trotzdem sehr weich.
  • Die Schokotröpfchen bis auf ca. 30 g unterheben.
  • Den Teig mit dem Teigschaber vom Schüsselrand nach unten schaben und die Oberfläche glatt streichen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie verschließen und mindestens drei Stunden, am besten aber über Nacht in den Kühlschrank stellen. Je länger der Teig gekühlt wird, desto weniger zerfließen die Cookies später beim Backen.
  • Den Teig 15 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit er ein bisschen weich werden kann.
  • Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier belegen.
  • Den Teig zu Bällen mit je ca. 50 g formen. Die Bälle sollen aber keine runden Kugeln, sondern eher länglich sein, kleine Türme aus Teig sozusagen. Je höher die Teigbälle vor dem Backen sind, desto dicker sind die Cookies danach. Falls du jetzt skeptisch bist: Ja, der Teig fließt wirklich auseinander und es werden am Ende runde Cookies sein.
  • Auf jedes Blech neun Teigbälle setzen. Die übrigen Schokotröpfchen auf die Teigbälle drücken.
  • Die Cookies 10-12 Minuten backen (jedes Blech einzeln). Nach dieser Zeit sind sie noch sehr weich und wirken alles andere als fertiggebacken. Genau so soll es sein! Die Cookies nun 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen. Dabei backen sie durch die Resthitze noch ein bisschen weiter und stabilisieren sich. Anschließend auf ein Kuchengitter setzen und auskühlen lassen. Aber unbedingt eines gleich warm genießen!

Notizen

  • Braunzucker: Damit ist NICHT brauner Zucker gemeint. Braunzucker ist eine spezieller Rübenzucker, der karamellisiert und mit Zuckerrohrsirup versetzt wird, sodass er leicht exotisch und nach Karamell schmeckt. Ich verwende den Braunzucker von Wiener Zucker (selbst gekauft).
  • Muscovado Zucker: Dieser besondere Zucker kommt aus Mauritius und ist unraffinierter, naturbelassener Rohrohrzucker. Seine leicht feuchte Konsistenz macht ihn ziemlich schwer und seine Farbe reicht von goldbraun bis hin zu einem Schokoladenton. Durch seinen natürlichen Melassegehalt besticht Muscovado Zucker mit einem herrlich kräftigen Aroma und verleiht den Cookies die Karamellnote, die sie so besonders macht.
  • Salz: Ich weiß, ein halber Teelöffel Salz klingt viel, aber komm bloß nicht in Versuchung, es wegzulassen. Ohne Salz keine Süße! Die Cookies – und auch alles andere Gebäck – schmecken durch das Salz viel charaktervoller.
  • Nährwerte pro Cookie (bei insgesamt 20 Stück): 209 kcal | 26,1 g KH | 2,9 g EW | 10,1 g F
Autor: Sarah
Kalorien pro Portion: 209kcal
Gericht: Snack
Küche: USA
Stichwörter: Schokolade
Nutrition Facts
Chocolate Chip Cookies
Amount Per Serving
Calories 209
* Prozentangaben beziehen sich auf einen Tagesbedarf von 2000 kcal.

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