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Käsespätzle

Wie gewinnt man während der WM die Aufmerksamkeit eines fußballbegeisterten Deutschen für sich? – Man macht ihm Käsespätzle, und zwar richtige. Zumindest bei meinem Liebsten funktioniert das wunderbar. Ein Tag, an dem es Käsespätzle gibt, ist für ihn ein Freudentag.
Was sind nun richtige Käsespätzle? Solche ohne jegliche Entschärfung. Es braucht eine gewaltige Menge selbstgemachte Spätzle und eine gewaltige Menge Käse von drei Sorten. Deftiger geht es kaum, aber egal, denn man isst so etwas ja nicht jeden Tag, und es schmeckt einfach fantastisch.

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Meine drei Grundregeln für Käsespätzle:

  1. Die Spätzle unbedingt selber machen, und zwar – wie bereits erwähnt – reichlich. Das ist überhaupt nicht schwierig. Ihr braucht nur ein Spätzlesieb und eine Teigkarte. Diese Anschaffungen waren noch niemandes Ruin, wage ich zu behaupten. Spätzle aus dem Kühlregal haben einfach nichts drauf.
  2. Den großartigen Rässkäse nicht weglassen. Er hat eine weiße, feuchte Rinde, reift drei bis fünf Monate (je nachdem ob nasser oder trockener Rässkäse) und schmeckt sehr intensiv würzig. Das liegt daran, dass er im Winter hergestellt wird. Da geben die Küche weniger Milch, wodurch der Geschmack intensiver wird. Genau das Richtige für Käsespätzle also. Produziert wird er in Vorarlberg und im Osten der Schweiz. Er ist verwandt mit dem Appenzeller. Im Notfall könnt ihr also auch zu diesem greifen. ABER: Rässkäse geht hier über alles. Es gibt ihn im Käsefachgeschäft. Irgendwo bei euch in der Nähe findet ihr so etwas sicher.
  3. Käsespätzle müssen innen cremig und oben knusprig sein. Das heißt: etwas Schlagobers untermischen und unbedingt überbacken.

Ich werde jetzt nicht in aller Ausführlichkeit beschreiben, wie gut dieses Gericht schmeckt (es schmeckt ENORM gut), sondern ich zitiere einfach, was mein Freund gesagt hat, als er die große Auflaufform mit den Käsespätzle darin erblickte – vier große Portionen wohlgemerkt: „Oh yeah, baby!“ Begeisterung und ein Blick, mit dem der Löwe die Beute ansieht. Dann sofort die Frage: „Äh Schatz, und was isst du?“

Ich hatte Glück und bekam auch eine Portion. Die hatte ich immer noch nicht aufgegessen, nachdem er schon die zweite Portion verdrückt hatte. Wer am gleichen Tag noch die letzte Portion gegessen hat, muss ich wohl nicht mehr extra erwähnen.

Mich freut’s, dass es ihn gefreut hat, und es würde mich freuen, wenn euch das Rezept auch freut. Kompliziert ausgedrückt.

Hier ist es also, das Rezept, und ich kann euch nur empfehlen: Probiert das mal aus!

Alles Liebe
Sarah

Käsespätzle

Ein Herzstück der österreichischen Küche: würzig, deftig, g’schmackig.
Arbeitszeit 45 Min.
Koch-/Backzeit 15 Min.
Gesamtzeit 1 Std.
Gericht Herzhaft
Land & Region Österreich
Portionen 4

Zutaten
  

Für den Spätzleteig

  • 500 g glattes Dinkelmehl Type 630/700
  • 6 Eier
  • 175 ml Milch
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer, Muskatnuss

Für Käse & Co.

  • 300 g würziger Bergkäse
  • 100 g Rässkäse (siehe Einleitung)
  • 50 g Emmentaler
  • 2 EL Butter
  • 2 Zwiebeln
  • 100 ml Schlagobers
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • ½ TL Salz
  • Pfeffer

Anleitungen
 

  • Die drei Käsesorten grob reiben und vermischen.
  • Die Zwiebeln in Ringe schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebeln darin braun rösten.
  • In einem großen Top kräftig gesalzenes Wasser aufkochen. Der Topf sollte nur zu ca. zwei Dritteln gefüllt sein, damit die Spätzle noch darin Platz haben.
  • Den Backofen auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform bereit stellen (einfetten muss nicht sein).
  • Mehl, Eier, Milch, Muskatnuss, Salz und Pfeffer mit einem Kochlöffel vermischen, aber nicht glattrühren. Der Teig soll eher zäh sein.
  • Das Spätzlesieb auf den Topf setzen. Den Teig portionsweise daraufgeben und mit einer Teigkarte durch das Sieb in das kochende Wasser streichen.
  • Einmal kurz aufkochen, dann sollten alle Spätzle an der Oberfläche schwimmen. Wenn dem so ist, die Spätzle abseihen (nicht abschrecken).
  • Die Spätzle zurück in den Topf geben und die gerösteten Zwiebeln untermischen.
  • Schlagobers und Gemüsebrühe dazugeben und aufkochen.
  • Etwa zwei Drittel vom Käse untermischen, kräftig mit Pfeffer und ½ TL Salz würzen und noch einmal aufkochen.
  • Die Spätzle Käsespätzle in die Aufflaufform füllen, mit dem restlichen Käse bestreuen und etwa 20 Minuten überbacken, bis die Kruste goldbraun ist.

Notizen

Beim Spätzleteig könnt ihr auch Vollkornmehl und helles Mehl mischen. Dann braucht ihr aber etwas mehr Milch.
Schlagwörter Vegetarisch
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