Rawuzeln

Rawuzeln werden auch Kokoswürfel genannt. Sie bestehen aus fluffigem Rührteig, der in Schoko-Rum-Glasur getränkt und in Kokosflocken gewälzt wird. In meiner Kindheit war das ein traditionelles Weihnachtsgebäck, aber eigentlich passen Rawuzeln das ganze Jahr über. Das ist kein gesundes Rezept, sondern das Originalrezept von meinem Papa.

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Frag mich nicht, warum diese Kekse da wo ich herkomme Rawuzeln heißen. Ich kann nur mutmaßen: Vielleicht, weil man sie nach dem Tunken in die Schokoglasur in Kokosraspeln „wuzelt“. Das ist unser Dialektwort für wälzen. Aber vielleicht hat es damit auch gar nichts zu tun. Ich weiß es wirklich nicht. Wenn du dieses Gebäck kennst und einen anderen Namen dafür hast, hinterlasse mir unbedingt einen Kommentar unter diesem Beitrag! 😊

Eine andere Bezeichnung, die ich kenne, ist Kokoswürfel. Aber wie auch immer sie heißen: Was diese eher unkonventionellen Weihnachtskekse so köstlich macht, ist die Kombination von Schokolade, Kokos und Rum.

Warum du diese Rawuzeln lieben wirst

Gut möglich, dass du noch nie in deinem Leben Rawuzeln hattest. Dann wird es aber höchste Zeit! Ich kann dir jetzt schon prognostizieren, dass du sie lieben wirst! Ich verrate dir, warum:

  • Rawuzeln sind sehr saftig und weich.
  • Die Kombination von Schoko, Kokos und Rum mit weichem Teig ist einfach unschlagbar!
  • Rawuzeln sind eine willkommene Abwechslung zu allen anderen Weihnachtskeksen. Sie sind einfach komplett anders, sowohl im Geschmack als auch in der Form.

Weihnachtskekse ohne Mürbteig – eine Sensation!

Die meisten Weihnachtskekse bestehen aus Mürbteig. Nichts gegen Mürbteig – ich liebe ihn, weil er so schön buttrig ist. Aber ich mag trotzdem ein bisschen Abwechslung am Keksteller. Einfach nur Mürbteig in 15 verschiedenen Versionen ist mir zu wenig. Da ist mein Anspruch höher. 😁

Rawuzeln haben ein ganz anderes Prinzip als alle anderen Weihnachtskekse. Die Idee: Du machst ein Blech voll Rührteig, also eigentlich einen niedrigen Blechkuchen. Der Teig ist schön locker und fluffig. Außerdem bekommt ereine feine Kaffeenote mit. Diesen Kuchen schneidest du in Würfel und tränkst ihn in einer sagenhaften Schoko-Rum-Glasur. Ich warne dich, du wirst sie löffeln und dich reinlegen wollen! 😅 Die Glasur umhüllt die Teigwürfel aber nicht einfach nur, sondern die Würfel saugen sich richtig voll damit. Jetzt kannst du dir sicher schon vorstellen, wie traumhaft es ist, wenn du nachher in so einen Würfel reinbeißt.

Ich finde das so genial, dass ich mich immer frage, wer dieses Rezept im Original wohl erfunden hat. Mein Papa war es nicht, so weit ich weiß. 😉 Aber Rawuzeln waren Papas Lieblingskekse und die einzigen, die er im Advent selbst gemacht hat. Er konnte ja großartig kochen und backen, aber Kekse waren nicht so sein Ding. Außer eben die Rawuzeln. Ich sehe ihn noch in der Küche stehen und in aller Seelenruhe einen Teigwürfel nach dem anderen tunken und „wuzeln“. Er hat immer richtige Kolosse gemacht, was auf dem Keksteller neben den ganzen zierlichen Werken von mir dann recht witzig aussah.

Das Rezept, das ich heute mit dir teile, ist Papas Originalrezept. 😍

Diese Zutaten brauchst du für Rawuzeln

Wie gesagt, ich habe das Rezept ganz im Original belassen – außer das Mehl. Deshalb sind das großteils keine gesunden Zutaten, aber wie du ja wahrscheinlich weißt, bin ich der Meinung, dass man auch in einer gesunden Ernährung solche Leckereien essen darf. Verbote gibt es bei mir nicht.

  • Mehl: Ich verwende am liebsten Dinkelmehl. Papa hat früher griffiges Weizenmehl verwendet.
  • Backpulver: In den Teig kommt ziemlich viel Backpulver, damit er locker und großporig wird.
  • Eier: Die Eier lockern den Teig auch auf.
  • Staubzucker: Für dieses Rezept empfehle ich dir auf jeden Fall Staubzucker statt normalem Zucker, denn damit wird der Teig feiner und die Glasur flüssiger.
  • Kaffee: In den Teig kommt Kaffee, der wesentlich zum typischen Geschmack der Rawuzeln beiträgt.
  • Milch: Milch brauchst du für Teig und Glasur.
  • Kokosfett: Papa hat Glasuren immer mit Kokosfett zubereitet. Das ist nicht dasselbe wie Kokosöl. Ich habe es mit Kokosöl getestet und das Ergebnis war nicht annähernd so gut. Deshalb greife ich für dieses Rezept immer auf Kokosfett zurück. Das gibt es in jedem Supermarkt.
  • Kakao: Der Kakao ist für den Schokogeschmack zuständig.
  • Rum: Auf keinen Fall weglassen! Der Rum macht die Geschmackskombination perfekt.

In 4 Schritten zu perfekten Rawuzeln

Auf den ersten Blick sehen Rawuzeln eher aufwendig aus, nicht wahr? Eigentlich ist es ein ziemlich einfaches, schnelles Rezept, wenn du den Dreh erstmal raus hast und aufpasst, nicht die ganze Küche mit Schoko-Rum-Glasur zu tränken. 😅

Zusammengefasst besteht die Zubereitung aus diesen vier Schritten:

  1. Teig zubereiten, backen und auskühlen lassen.
  2. Kuchen in Würfel schneiden.
  3. Glasur zubereiten.
  4. Würfel in der Glasur tränken und in Kokosflocken wälzen.

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Rawuzeln

Rawuzeln werden auch Kokoswürfel genannt. Sie bestehen aus fluffigem Rührteig, der in Schoko-Rum-Glasur getränkt und in Kokosflocken gewälzt wird. In meiner Kindheit war das ein traditionelles Weihnachtsgebäck, aber eigentlich passen Rawuzeln das ganze Jahr über. Das ist kein gesundes Rezept, sondern das Originalrezept von meinem Papa.
Portionen 50 Stück
Vorbereitungszeit 45 Min.
Zubereitungszeit 10 Min.
Gesamtzeit 55 Min.

Zutaten 

Für den Teig

  • 500 g glattes Dinkelmehl, (Type 630/700)
  • 2 Pck. Backpulver
  • 4 Eier
  • 240 g Staubzucker
  • 200 ml starker Kaffee
  • 100 ml Milch
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Für die Glasur

  • 380 g Kokosfett, z.B. Ceres
  • 300 g Staubzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 5 EL Kakaopulver
  • 100 ml Rum
  • 100 ml Milch
  • ca. 300 g Kokosflocken

Zubereitung

  • Backofen auf 160° Heißluft vorheizen. Backblech (ca. 35 x 23 cm) einfetten und mit Mehl ausstreuen.
  • Mehl und Backpulver vermischen und sieben.
  • Staubzucker in eine große Schüssel sieben. Eier dazugeben und mit Zucker aufschlagen, bis die Masse hellgelb und schaumig ist.
  • Zuerst Zitronensaft, dann abwechselnd Mehl, Kaffee und Milch (vermischt) einrühren.
  • Masse auf dem Blech verteilen und 10-12 Minuten backen. Dann auskühlen lassen.
  • Den Teig in Würfel schneiden. Ich mache gerne große Würfel. Dann werden es etwa 50 Stück, aber du kannst natürlich auch kleinere Würfel machen.
  • Für die Glasur Kokosfett, Staubzucker und Vanillezucker bei geringer Hitze schmelzen und verrühren.
  • Rum und Milch erwärmen und gemeinsam mit dem Kakaopulver unter die Zuckermasse mischen. Nun sollte sich alles verbinden und eine eher flüssige Glasur entstehen.
  • Die Teigwürfel in der Glasur tränken und in Kokosflocken wälzen.
Autor: Sarah
Gericht: Snack
Küche: Österreich
Stichwörter: Weihnachten, Winter

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