Süßes Hefegebäck

Mohnkränze

Die hübsch geschwungenen Mohnkränze haben die perfekte Größe, um ein Osterei in der Mitte zu platzieren. Das saftige Hefegebäck schmeckt aber nicht nur zu Ostern, sondern das ganze Jahr über zum Nachmittagskaffee oder auf den reich gedeckten Frühstückstisch am Wochenende. Dank Übernachtgare kannst du die Mohnkränze sogar ofenfrisch servieren.

Warum Mohnkränze perfekt für Ostern sind

Wo ich herkomme – aus dem Mühlviertel in Oberösterreich – und in der Steiermark, wo ich seit Jahren lebe, ist es zu Ostern Tradition, süßes Hefegebäck zu essen. Die Bäckereien sind voll davon und es riecht zu dieser Zeit darin noch himmlischer als sonst, finde ich. 😍

Ich mache das Ostergebäck schon seit vielen Jahren selbst. Ich liebe es, mit Hefeteig (oder Germteig, wie er bei uns heißt) zu arbeiten. Zu Ostern fabriziere ich gerne einfach eine gewaltige Menge süßen Hefeteig und verarbeite ihn zu Köstlichkeiten wie Briochezopf, Osterpinzen und Mohnkränzen. Ein Teig – viele Leckereien. 😁 Freilich kann man den Hefeteig je nach Rezept verfeinern – mache ich auch –, aber das Grundprinzip ist immer dasselbe

Mohnkränze backe ich zu Ostern besonders gerne, weil sie ein wunderbares Geschenk sind. Das Rezept ist so ausgelegt, dass du sechs Kränze bekommst, die die ideale Größe haben, um in der Mitte ein gefärbtes Osterei zu platzieren. Für mich geht nichts über so ein selbstgemachtes Osternest, das für Osterkaffee und Osterjause gleichzeitig vorsorgt. 😉

Der beste Hefeteig für Mohnkränze

Am besten werden die Mohnkränze mit einem Hefeteig aus diesen Zutaten:

  • Mehl
  • Butter
  • Eier
  • frische Hefe
  • Zucker
  • Vanillezucker
  • Zitronenschale
  • Salz

Damit die Mohnkränze ihre schöne, geschwungene Form behalten und zudem nicht auseinanderlaufen, verwende ich einen Hefeteig mit Eiern. Die Butter sorgt dafür, dass der Teig schön saftig wird.

Ich empfehle dir frische Hefe, keine Trockenhefe, weil ich finde, dass der Teig mit Frischhefe einfach besser wird. Er geht besser auf und wird im Endergebnis feiner. Achte unbedingt darauf, dass die Hefe Zimmertemperatur hat! Kalte Hefe wird nicht aktiv, auch wenn du noch so perfekt temperierte lauwarme Milch dazugibst! 😉

Für süßes Hefegebäck, aber auch für viele Kuchen, die eine feine Textur haben, verwende ich am liebsten den Feinkristallzucker von Wiener Zucker. Der ist zum Backen wirklich großartig. Das ist keine Werbung, ich kaufe ihn immer selbst. Wollte die Empfehlung nur mal loswerden. 😊

Wie die Mohnkränze zubereitet werden

Rezepte mit Hefeteig sind immer lang, weil es mehrere Ruhezeiten gibt und die Schritte genau beschrieben werden, damit das Gebäck auch sicher gelingt. Aber vertraue mir: Viele Buchstaben sind nicht gleichzusetzen mit viel Aufwand oder hohem Schwierigkeitsgrad. 😉 Du kannst das ganz easy meistern. So funktioniert’s:

  1. Den Vorteig zubereiten: Die lauwarme Milch in eine Schüssel geben. 2 EL vom Mehl, 2 TL vom Zucker und die zerbröckelte Hefe dazugeben und mit dem Schneebesen rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat und ein flüssiger Teig entstanden ist. Die Schüssel abdecken und 15 Minuten stehen lassen, bis der Inhalt deutlich an Volumen gewonnen hat und sich nach oben wölbt.
  2. Den Hefeteig zubereiten: Inzwischen Mehl, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz vermischen. In der Mitte eine Mulde formen. Butter, Eier und Hefemilch dazugeben, alles vermischen und zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten.
  3. Ruhezeit 1: Den Teig zu einer Kugel formen, mit 1 TL weicher Butter einreiben und in die gesäuberte Schüssel legen. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 60-90 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  4. Die Mohnfüllung vorbereiten: Milch mit Rum, Butter und Zucker aufkochen. Den Mohn einrühren, bis die Masse leicht eindickt, und kurz aufkochen. Die Masse in eine Schüssel geben und auskühlen lassen.
  5. Durchkneten + Ruhezeit 2: Den Teig nochmal kräftig durchkneten, wieder mit 1 TL Butter einreiben, zurück in die Schüssel geben und nochmals 60 Minuten gehen lassen. Wenn du Übernachtgare machen möchtest, stellst du die Schüssel nun einfach in den Kühlschrank. Nimm den Teig am nächsten Morgen mindestens 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung heraus, denn im Kühlschrank verfestigt er sich.
  6. Mohnkränze formen + Ruhezeit 3: Den Teig nach der zweiten Ruhezeit nicht mehr durchkneten, sondern nur vorsichtig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche befördern und in sechs gleich große Stück teilen. Jedes Stück zu einem langen Rechteck mit 30×10 cm ausrollen. Die Rechtecke mit der Füllung bestreichen und von der langen Seite her kompakt aufrollen. Die Rollen bis auf ca. 2 cm am Ende aufschneiden und die zwei Hälften eindrehen. Die so entstandenen Spiralen zu Ringen mit möglichst großen Löchern in der Mitte formen, auf zwei Bleche mit Backpapier legen und 20 Minuten gehen lassen.
  7. Bestreichen: Ein Ei mit 1 EL Milch verquirlen und die Mohnkränze damit bestreichen.
  8. Backen: Nach 20 Minuten Ruhezeit das erste Blech in den Backofen schieben und im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober-/Unterhitze 20-25 Minuten backen, bis die Mohnkränze leicht gebräunt sind. Anschließend gleich das zweite Blech in den Ofen schieben. Die Mohnkränze auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Rezept für die Mohnkränze

Jetzt bist du dran! 😊 Mach deinen Lieben (zumindest denen, die du trotz Corona-Ausgangsbeschränkungen um dich hast) eine Freude mit einem selbstgemachten Mohnkranz-Osternest! 🐣

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5 von 1 Bewertung

Mohnkränze

Die hübsch geschwungenen Mohnkränze haben die perfekte Größe, um ein Osterei in der Mitte zu platzieren. Das saftige Hefegebäck schmeckt aber nicht nur zu Ostern, sondern das ganze Jahr über zum Nachmittagskaffee oder auf den reich gedeckten Frühstückstisch am Wochenende. Dank Übernachtgare kannst du die Mohnkränze sogar ofenfrisch servieren.
Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Ruhezeit2 Stdn. 45 Min.
Arbeitszeit3 Stdn. 35 Min.
Gericht: Süßes Hefegebäck
Land & Region: Österreich
Keyword: Hefeteig, Mohn, Ostern
Portionen: 6 Kränze
Kalorien: 771kcal
Autor: Sarah

Zutaten

Hefeteig

  • 500 g griffiges Weizenmehl Type 480
  • 100 g Butter auf Zimmertemperatur erweicht
  • 2 Eier Zimmertemperatur
  • 100 ml lauwarme Milch*
  • ½ Würfel frische Hefe* 21 g, Zimmertemperatur
  • 125 g Feinkristallzucker
  • 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
  • abgeriebene Schale von ½ Bio-Zitrone
  • ¼ TL Salz

Mohnfüllung

  • 150 g gemahlener Mohn
  • 75 ml Milch
  • 1 ½ EL Rum
  • 20 g Butter
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 2 TL Butter auf Zimmertemperatur erweicht

Zum Bestreichen

  • 1 Ei
  • 1 EL Milch

Anleitungen

  • Den Hefeteig zubereiten: Die lauwarme Milch in eine Schüssel geben. 2 EL vom Mehl, 2 TL vom Zucker und die zerbröckelte Hefe dazugeben und mit dem Schneebesen rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat und ein flüssiger Teig entstanden ist. Die Schüssel abdecken und 15 Minuten stehen lassen, bis der Inhalt deutlich an Volumen gewonnen hat und sich nach oben wölbt.
  • Inzwischen Mehl, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz vermischen. In der Mitte eine Mulde formen. Butter, Eier und Hefemilch dazugeben, alles vermischen und zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, mit 1 TL weicher Butter einreiben und in die gesäuberte Schüssel legen. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 60-90 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  • Die Füllung vorbereiten: Milch mit Rum, Butter und Zucker aufkochen. Den Mohn einrühren, bis die Masse leicht eindickt, und kurz aufkochen. Die Masse in eine Schüssel geben und auskühlen lassen.
  • Den Teig nochmal kräftig durchkneten, wieder mit 1 TL Butter einreiben, zurück in die Schüssel geben und nochmals 60 Minuten gehen lassen. Wenn du Übernachtgare machen möchtest, stellst du die Schüssel nun einfach in den Kühlschrank. Nimm den Teig am nächsten Morgen mindestens 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung heraus, denn im Kühlschrank verfestigt er sich. Er wird sich auch nach einer gewissen „Aufwärmzeit“ noch härter anfühlen als am Vortag, aber das macht nichts. Es hat keine Auswirkungen darauf, wie gut die Mohnkränze später aufgehen.
  • Die Mohnkränze formen: Zwei Bleche mit Backpapier belegen. Den Teig nach der zweiten Ruhezeit nicht mehr durchkneten, sondern nur vorsichtig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche befördern und in sechs gleich große Stück teilen. Jedes Stück zu einem langen Rechteck mit 30×10 cm ausrollen (das entspricht der Hälfte eines von oben nach unten zerschnittenen A4-Blattes).
  • Die Rechtecke mit der Füllung bestreichen und von der langen Seite her kompakt aufrollen. Die Rollen bis auf ca. 2 cm am Ende aufschneiden und die zwei Hälften eindrehen. Die so entstandenen Spiralen zu Ringen mit möglichst großen Löchern in der Mitte formen, auf ein Blech mit Backpapier legen und 20 Minuten gehen lassen.
  • Inzwischen den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Ei mit 1 EL Milch verquirlen und die Mohnkränze damit bestreichen.
  • Backen: Nach 20 Minuten Ruhezeit das erste Blech in den Backofen schieben* und 20-25 Minuten backen, bis die Mohnkränze leicht gebräunt sind. Anschließend gleich das zweite Blech in den Ofen schieben. Die Mohnkränze auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Notizen

  • Hefe: Alternativ zur frischen Hefe kannst du auch eine Packung Trockenhefe verwenden. Ich persönlich finde aber, dass der Teig mit Frischhefe immer ein bisschen besser wird.
  • Lauwarme Milch: Der wichtigste Punkt in diesem Rezept ist, dass die Milch wirklich lauwarm sein muss. Ist sie zu heiß, „stirbt“ die Hefe, ist sie zu kalt, wird die Hefe nicht aktiviert. In beiden Fällen würde der Teig nicht aufgehen.
  • Backen: Das Rezept sieht vor, dass die beiden Bleche nacheinander in den Ofen kommen, weil das Backen auf zwei Ebenen bei Ober-/Unterhitze ungünstig ist und ich Umluft für Hefegebäck nicht empfehle, weil das Gebäck dadurch trocken wird.
  • Glasur: Wenn du möchtest, kannst du die Mohnkränze noch mit der Frischkäseglasur aus meinem Rezept für Zimtschnecken verfeinern.
  • Nährwerte pro Kranz (bei insgesamt 6 Kränzen): 771 kcal | 101,3 g KH | 16,9 g EW | 31,0 g F
  • Nährwerte pro 100 g: 686 kcal | 90,0 g KH | 15,1 g EW | 27,5 g F

4 Comments

  1. Pingback: Osterpinzen | Sarah's Delight

  2. Franziska Waha

    Sehr leckeres Rezept, hat bei mir super funktioniert und schmeckt richtig gut 🙂

    LG Franzi

  3. Pingback: (Nicht nur Oster-)Kranz mit Topfen-Nussfüllung | Sarah's Delight

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