Kuchen

Zitronenkuchen

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Das ist der saftigste Zitronenkuchen, den du je gegessen hast! Einfacher könnte ein Kuchen kaum sein, und besser auch nicht. Ganze vier Zitronen sorgen dafür, dass er seinen Namen wirklich verdient hat, und mit einem winzig kleinen Trick bekommt er diese unglaublich saftige, feinporige Textur, die einen richtigen Zitronenkuchen ausmacht. Und wem das noch immer nicht zitronig genug ist: Oben drauf kommt eine Zitronenglasur.

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Wenn mein Vater früher ankündigte, er würde einen Kuchen backen, wusste man schon, welcher es werden würde, bevor er auch nur einen Fuß in die Küche gesetzt hatte. Es gab immer vier Kandidaten: den Joghurtkuchen, den Zitronenkuchen, den Nusskuchen und seine legendären Bananenschnitten. Er beherrschte auch andere Kuchenrezepte hervorragend, aber er liebte nun einmal diese vier Kuchen besonders und war ein Mensch, der eben beim Bewährten blieb, wenn er es liebgewonnen hatte. Eigentlich ein sehr sinnvoller Ansatz. 😉

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Was ist der perfekte Zitronenkuchen?

Heute geht es um den Zitronenkuchen. Mein Vater schaffte es jedes Mal, diesen traumhaften gelben Kastenkuchen absolut perfekt hinzukriegen. Was heißt “absolut perfekt” für einen Zitronenkuchen? Meiner Meinung nach muss der perfekte Zitronenkuchen folgende Ansprüche erfüllen:

  • Er darf nicht zu stark aufgegangen sein.
  • Die Teigstruktur muss sehr feinporig und dicht sein, auf keinen Fall luftig und locker.
  • Er muss ausgesprochen saftig sein.
  • Er muss gelb sein.
  • Er muss zitronig sein, und zwar richtig. Nicht nur süß.
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Wie kriegt man den Zitronenkuchen perfekt hin?

Die großartige Textur erreicht man vor allem, indem man die Butter in geschmolzenem (und leicht überkühltem) Zustand in die Masse einrührt, aber auch, indem man darauf achtet, nicht zu viel Backpulver zu verwenden. Der extra feine Backzucker hilft zusätzlich, dass der Teig makellos glatt wird. Es gibt ihn mittlerweile überall zu kaufen. Solltet ihr ihn dennoch nicht bekommen, empfehle ich als Ersatz Staubzucker. Gewöhnlicher Kristallzucker ist hier zu grobkörnig.

Wichtig ist, den Zitronenkuchen nicht zu lange zu backen. Er wird außen sehr schnell braun, und ich nehme ihn immer etwas früher aus dem Backofen als es mir mein Gefühl sagen würde. Dann ist er richtig schön saftig, auch durch den Zitronensaft.

Die herrliche sonnengelbe Farbe hängt einzig und alleine von der Qualität der Eier ab. Also am besten zum nächsten Bauern oder auf den Markt spazieren und hochwertige Eier von Freilandhühnern holen.

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Fast alle Zitronenkuchen, die mir begegnet sind hatten einen dieser beiden Fehler (oder beide): zu trocken und luftig oder zu wenig zitronig. Ich kann immer nur den Kopf schütteln, wenn ein Kuchen als Zitronenkuchen angepriesen wird, und dann findet man im Rezept nur eine einzige Zitrone. Das muss ich gar nicht ausprobieren, um zu wissen, dass der Kuchen vor allem süß sein wird. Der Teig ist eine Variante der Sandmasse, und die enthält nun einmal eine beträchtliche Menge Zucker. Zucker in Kombination mit Zitrone ist eine der besten Geschmacksrichtungen, die es gibt, finde ich. Um sie zu erreichen, müssen wir aber schon so viele Zitronen verwenden, dass sie gegen den Zucker ankommen. Ich verwende die Schale von vier (unbehandelten!) Zitronen und 50 ml frisch gepressten Zitronensaft.

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Was kommt auf den Zitronenkuchen drauf?

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Zuckerglasur, aber die Zitronenglasur auf dem Zitronenkuchen bildet eine große Ausnahme. Die ist für mich ein Muss. 🙂 Wenn ihr auf die Kombination von Zitrone und Schokolade steht, könnt ihr Folgendes machen: Etwa 8 EL Zitronensaft erhitzen und 2 EL Staubzucker einrühren. Den fertiggebackenen Kuchen aus dem Backofen nehmen, fünf Minuten überkühlen lassen und dann mit einem Zahnstocher Löcher in die Oberfläche stechen. Den heißen Zitronen-Zuckersaft auf die Löcher löffeln, sodass er hineinrinnt. Dann den Kuchen auskühlen lassen und mit einer Schokoladenglasur überziehen. Das schmeckt genauso sensationell wie die Version mit der Zitronenglasur.

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Dieser Sommer schreit geradezu nach Zitronenkuchen, finde ich. Ein Cheesecake oder sonst irgendetwas cremig Kühles bietet sich natürlich an, erfordert aber doch einiges an Zeit, und manchmal, wenn große Hitze und großer Kuchenappetit aufeinandertreffen, muss es einfach schnell gehen. Da ist der Zitronenkuchen ein wahrer Volltreffer. Er kommt mit einer Handvoll Zutaten aus und ist in weniger als einer Viertelstunde zusammengerührt. Und wer sagt, dass man mit dem Essen warten muss, bis er komplett ausgekühlt ist, wenn man auch einfach eine Kugel Zitroneneis dazu servieren kann? Na eben. Es gibt keinen Grund, nicht sofort einen Zitronenkuchen zu backen. 🙂

Zitronenkuchen

Recipe by SarahCourse: DessertCuisine: BackenDifficulty: Einfach
Servings

12

servings
Prep time

15

minutes
Cooking time

40

minutes
Calories

324

kcal

Ingredients

  • Teig
  • 200 g Butter

  • 200 g Feinkristallzucker

  • 1 Pck. Vanillezucker

  • 250 g griffiges Weizenmehl

  • ½ Pck. Backpulver

  • 4 Eier

  • abgeriebene Schale von 4 unbehandelten Zitronen

  • 50 ml frisch gepresster Zitronensaft

  • Zitronenglasur
  • 125 g Staubzucker

  • 25 ml frisch gepresster Zitronensaft

Directions

  • Die Butter schmelzen und überkühlen lassen.
  • Den Backofen auf 160° Umluft (oder 180° Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenform einfetten und mit Mehl ausstreuen.
  • Die Eier mit Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale ca. 3 Minuten schaumig rühren, bis die Masse pastellgelb ist.
  • Die Butter einrühren.
  • Unter Rühren auf mittlerer Stufe abwechselnd Mehl und Zitronensaft hinzufügen und jeweils nur kurz unterrühren.
  • Den Kuchen 35-40 Minuten backen.

Notes

  • Nährwerte pro Stück: 329 kcal | 43,2 g KH | 4,4 g EW | 15,4 g F
  • Alternative zur Zitronenglasur: Etwa 8 EL heißen Zitronensaft mit 2 EL Staubzucker verrühren. Mit einem Zahnstocher Löcher in den nach dem Backen ca. 5 Minuten überkühlten Kuchen stechen und den Saft darauflöffeln, sodass er in die Löcher rinnt. Den Kuchen auskühlen lassen und mit Schokoladenglasur überziehen.
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