Beeren-Streuselkuchen, einfaches Rezept, Blechkuchen, Crumble
Kuchen

Beeren-Streuselkuchen

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Der Beeren-Streuselkuchen vereint das Beste des Sommers: Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren auf weichem Mandelteig, bedeckt mit einer extra dicken Schicht knuspriger Streusel. Weil Streusel eine der besten Erfindungen in der Welt des Backens sind. Und weil Beeren die köstlichsten Früchte des Sommers sind, die wir gar nicht genug feiern können.

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Beeren-Streuselkuchen, einfaches Rezept, Blechkuchen, Crumble

Wie macht man perfekte Streusel?

Unser Beeren-Streuselkuchen braucht natürlich nichts Geringeres als perfekte Streusel. Zum Thema Streusel lässt sich eines feststellen: Viele Wege führen zum Ziel. ABER nicht immer sieht das Ziel genau gleich aus. Streuselrezepte gibt es wie Sand am Meer. Ich habe im Laufe der Jahre nach dem Prinzip try and error – so mache ich alles 😉 – auf gefühlt unendlich viele verschiedene Arten Streusel zubereitet. Lecker waren sie immer, aber außergewöhnlich waren erst die auf dem Beeren-Streuselkuchen.

Perfekte Streusel enthalten:

  • Mehl: griffiges Weizenmehl, Universalmehl – daraus werden die feinsten Streusel
  • geschmolzene Butter: vor der Verwendung ca. 15 Minuten abkühlen lassen
  • Braunzucker: nicht brauner Zucker (das ist gefärbter Kristallzucker), sondern Braunzucker – Der ist karamellisiert und enthält Zuckerrohrsirup. Dadurch verleiht er den Streuseln eine leichte Karamellnote. Es gibt ihn zum Beispiel von Wiener Zucker [unbezahlte Werbung].
  • Kristallzucker
  • Zimt
  • Salz

Das war’s auch schon wieder. Seid ihr bei der geschmolzenen Butter stutzig geworden? Ja, bei den meisten Rezepten wird kalte Butter verwendet und für die Streusel eine Art Mürbteig zubereitet. Vor allem, wenn derselbe Teig auch für den Boden verwendet wird. Dieser Beeren-Streuselkuchen hat aber einen anderen Bauplan, und ich sage euch, der Extraaufwand für zwei Teige lohnt sich wirklich. Ihr werdet es glauben, wenn ihr den ersten Bissen nehmt. 😉

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Ich verwende für den Beeren-Streuselkuchen geschmolzene Butter, weil ich finde, dass die Streusel dadurch irgendwie noch buttriger schmecken und außerdem knuspriger werden (und es auch bleiben, wenn man den Kuchen zwei bis drei Tage lagert). Dadurch, dass die Butter flüssig ist, hat man beim Zusammenmischen der Masse erstmal das Gefühl: Oh mein Gott, wie sollen das jemals Streusel werden? Wenn man das Ganze nach dem Rühren aber noch mit den Fingern zusammendrückt, entstehen ganz wunderbare Streusel. Je nachdem, welches Mehl ihr genau verwendet, kann es aber schon sein, dass ihr ein bisschen mehr davon braucht.

Beeren oder Streusel? Wer ist beim Beeren-Streuselkuchen der Star?

Das Herz des Kuchens sind natürlich die Beeren. Angesichts der absolut offenbarungswürdigen Streusel könnte man darüber vielleicht streiten, aber stellt euch vor: Teigboden und direkt Streusel drauf. Das wäre zwar an Knusprigkeit und Buttrigkeit kaum zu überbieten, und ich glaube, ich würde es einige Bissen lang auch richtig toll finden. Aber wie so oft in der Küche macht auch beim Beeren-Streuselkuchen der Kontrast die Musik.

Beeren sind auf großartige Art und Weise süß und säuerlich zugleich, erfrischend und mit ihren kräftigen Farben einfach wunderschön. Kleiner Hinweis an dieser Stelle: Ich habe die Farbe für meinen Blog nicht ganz zufällig ausgewählt. 😉 Knusprige, buttrige Streusel und weicher Mandelteig umschmeicheln die kräftigen Beeren geradezu, und deshalb finde ich die Kombination einfach unwiderstehlich.

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Wie wird der Boden für den Beeren-Streuselkuchen zubereitet?

Ja, wir brauchen für den Beeren-Streuselkuchen zwei verschiedene Massen. Klingt zuerst aufwendig, aber sowohl der Mandelteig als auch die Streusel sind schneller zubereitet als so mancher Rührkuchen. Wir vermischen für den Teigboden einfach Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker, Zimt und Salz. Dann geben wir weiche (zimmerwarme) Butter und ein verquirltes Ei dazu. Ein paar mal umrühren, fertig.

Der Mandelteig muss weder ruhen noch ausgerollt werden. Am besten verteilen wir ihn einfach auf dem Backblech und drücken ihn mit den Händen sowie mit einer Teigkarte an. Dann stechen wir ihn mit einer Gabel mehrmals ein und geben ihn zum Vorbacken in den Ofen. Die zehn bis 15 Minuten reichen locker, um die Streusel und die Beeren vorzubereiten.

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Was macht den Beeren-Streuselkuchen besonders fruchtig?

Sehr viele Rezepte, auch ganz einfache, enthalten die eine Zutat oder den einen Schritt, die oder der genau die eine Nuance bewirkt, die es braucht, um das Ergebnis von solide hin zu großartig zu bringen. Das berühmte gewisse Etwas sozusagen. Bestimmt fallen euch dazu einige Beispiele ein. Ich denke insbesondere an die Kochkünste von Omas. Die meisten Omas kochen und backen ja wie die Göttinnen, und wenn wir sie nach Rezepten ausfragen, um die Köstlichkeiten selbst zu machen, scheitern wir an der Umsetzung, weil es nie so gut schmeckt wie bei Oma.

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Das liegt dann meistens daran, dass die Oma, als sie uns vermeintlich genau verraten hat, wie sie zum Beispiel ihren Apfelstrudel macht, vergessen hat, uns das kleine Detail zu nennen, das der Gamechanger ist. Für sie ist es selbstverständlich, weil es auch meistens sehr simpel ist, aber für den Geschmack ist es entscheidend.

Beim Beeren-Streuselkuchen ist der Gamechanger die Marmelade. Ich bestreiche den Mandelboden, wenn er noch heiß ist, mit erwärmter Erdbeermarmelade, und zwar mit meiner geliebten Erdbeermarmelade 3:1. Dadurch erreichen wir zwei Dinge: Erstens schmeckt der Kuchen noch fruchtiger, und zweitens “versiegelt” die Marmelade den Teig, sodass der Saft, der beim Backen aus den Beeren austritt, ihn nicht komplett aufweicht.

Natürlich könnt ihr auch eine andere Marmelade verwenden, Himbeere, Marille oder Zwetschke zum Beispiel.

Wie wär’s mit noch mehr Beeren?

Könnt ihr von Beeren auch gar nicht genug kriegen? Hier habe ich noch ein paar weitere Rezeptideen für euch:

Jetzt aber: Rezept für den Beeren-Streuselkuchen

Noch ein kleiner Tipp für den Beeren-Streuselkuchen: Serviert ihn mit Vanilleeis und ihr werdet dafür angebetet werden! 😉

Das Rezept ist übrigens universal verwendbar. Es würde mit so ziemlich allen Früchten klappen. Zum Beispiel könnt ihr damit anlässlich der neue Apfelernte einen Apfel-Streuselkuchen zubereiten. Was sich jetzt, Ende August, auch anbietet: ein Streuselkuchen mit Zwetschken und/oder Marillen. Ich sehe schon, es wird viel Streuselkuchen geben in nächster Zeit. 🙂

Beeren-Streuselkuchen

Rezept von SarahGang: DessertKüche: BackenSchwierigkeit: einfach
Portionen

12

Portionen
Zubereitungszeit

30

minutes
Kochzeit

40

minutes
Kalorien

384

kcal

Sommerlicher Früchtekuchen mit Mandelteig und extra vielen knusprigen Streuseln

Zutaten

  • Teig
  • 150 g griffiges Weizenmehl

  • 100 g gemahlene Mandeln

  • 100 g Zucker

  • ½ Pck. Vanillezucker

  • ¼ TL Zimt

  • 1 Prise Salz

  • 100 g weiche Butter (Zimmertemperatur)

  • 1 Ei (verquirlt, Zimmertemperatur)

  • Belag
  • 75 g Erdbeermarmelade

  • 150 g Himbeeren

  • 150 g Heidelbeeren

  • 150 g Erdbeeren

  • Streusel
  • 50 g Braunzucker

  • 50 g Kristallzucker

  • 1 TL Zimt

  • ¼ TL Salz

  • 100 g geschmolzene Butter

  • 200 g griffiges Weizenmehl

Zubereitung

  • Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein kleines Backblech (ca. 25 x 20 cm) einfetten. 
  • In einer Rührschüssel Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker, Zimt und Salz vermischen. Butter und Ei dazugeben und alles zu einem weichen Teig verrühren. Die Masse gleichmäßig auf dem Blech verteilen und mit den Fingern andrücken. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und 10-15 Minuten vorbacken, bis sich an der Oberfläche keine flüssige Butter mehr zeigt.
  • Inzwischen die Erdbeeren halbieren, die Marmelade erwärmen und die Streusel vorbereiten.
  • Für die Streusel Zucker, Zimt und Salz vermischen. Die geschmolzene Butter und zuletzt nach und nach das Mehl mit einer Gabel unterrühren und mit den Fingern zu Streuseln verkneten. Die benötigte Mehlmenge variiert je nach Qualität des Mehls. Die Streusel sollten am Ende sehr buttrig sein, keinesfalls trocken.
  • Den vorgebackenen Teig noch heiß mit der Marmelade bestreichen. Die Beeren daraufgeben und auf den Beeren die Streusel verteilen.
  • Den Kuchen ca. 30 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun und knusprig sind. Dann aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. 
  • Den Beeren-Streuselkuchen mit Vanilleeis servieren.

Notizen

  • Nährwerte pro Stück: 384 kcal | 45,7 g KH | 5,7 g EW | 18,9 g F
  • Braunzucker: nicht brauner Zucker (das ist gefärbter Kristallzucker), sondern Braunzucker – Der ist karamellisiert und enthält Zuckerrohrsirup. Dadurch verleiht er den Streuseln eine leichte Karamellnote.
  • Die Butter und das Ei für den Mandelteig sollen Zimmertemperatur haben, damit sie sich gut mit den anderen Zutaten vermengen lassen. Nehmt sie am besten mindestens eine Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank.
  • Für dieses Rezept können auch andere Früchte verwendet werden (z.B. Äpfel, Zwetschken, Marillen).
  • Erdbeermarmelade: kann durch jede beliebige Marmelade ersetzt werden
  • Backblech: Die Masse ist für ein kleines Blech mit ca. 25 x 20 cm gedacht. Das ergibt 12 Stücke. Ein quadratisches Blech mit 20 x 20 cm geht auch. Dann erhält man entweder 12 rechteckige Stück, neun große oder 16 kleine quadratische Stücke. Für größere Bleche die Masse entsprechend hochrechnen. D.h. etwa für das klassische große Blech mit ca. 40 x 20 cm die doppelte Menge verwenden.
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5 Comments

  1. Liebe Sarah,
    ich bin eigentlich kein großer Fan von Streuselkuchen, mir gefällt aber deine Mürbteigbodenalternative sehr gut. Was denkst du: Könnte man den Kuchen auch ohne Streuseldecke backen? Einfach mit Obst belegen, ev. mit Honig oder Ahornsirup beträufeln, Mandelblättchen drübertsreuen …?

    Übrigens: Gratuliere zur neuen Webseite, die ist wirklich super schön geworden!

    Liebe Grüße aus dem 10. Bezirk
    Waltraud

    • Liebe Waltraud,
      vielen Dank für das Kompliment zur neuen Website. Das freut mich wirklich sehr, denn ich habe unzählige Stunden Arbeit hineingesteckt.
      Zur Frage, ob der Streuselkuchen auch ohne Streusel klappt: Ich habe so etwas in der Art noch nie ausprobiert, aber vermutlich würde es prinzipell schon funktioneren. Allerdings wäre der Kuchen dann erstens sehr niedrig, außer du nimmst wirklich sehr viele Beeren, wodurch es aber passieren kann, dass sie viel Flüssigkeit abgeben und das ganze viel zu weich wird. Zweitens schätze ich, dass der Kuchen ohne Streuseldecke instabil ist. Die Beeren werden ja einfach so auf den Teig gelegt. Die Streusel haben etwas mehr Gewicht und drücken das Ganze zusammen.
      Langer Rede kurzer Sinn: Ich denke schon, dass es grundsätzlich geht, kann aber keine Garantie abgeben, dass dann auch gut wird. 🙂
      Was du zum Beispiel auch machen kannst, wenn du nur Mürbteig haben möchtest: eine Tarte in einer runden, niedrigen Form. Dann hat der Kuchen einen Rand und es macht nichts aus, wenn die Beeren drin sehr weich werden. Sowas schmeckt ganz toll mit Vanilleeis oben drauf. 🙂
      Ich habe auch schon einmal eine größere Menge von diesem Mandelteig gemacht und einfach auch auf die Beeren drauf eine Schicht Teig gegeben, also Teigboden – Beeren – Teigdecke. Das war auch richtig lecker.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter. Wenn du noch Fragen hast – jederzeit gerne.

      Liebe Grüße aus Mariatrost
      Sarah

  2. Liebe Sarah,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Das Ganze in Tarte-Form zu “gießen”, ist eine geniale Idee … Ich werde mich an einem der kommenden Wochenenden einmal intensiver mit dem Projekt Mandelboden beschäftigen :))
    Liebe Grüße nach Mariatrost
    Waltraud

    • Liebe Waltraud,

      lass mich unbedingt wissen, ob das mit der Tarte funktioniert hat. Ich wünsche dir eine schöne Woche! 🙂

      Liebe Grüße
      Sarah

  3. Pingback: Zwetschken-Mohn-Klecksekuchen mit Nussstreuseln | Oats and Crumbs

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