Milchbrötchen, Frühstück, Brunch, Gebäck, süßes Hefegebäck
Süßes Hefegebäck

Milchbrötchen

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Wolkig weich, fluffig und ein bisschen süß: Milchbrötchen sind ein wahrer Frühstückstraum! Auch für die größten Langschläfer ein guter Grund, aufzustehen. Den Teig könnt ihr schon am Vorabend zubereiten, sodass ihr für ofenfrische Milchbrötchen nicht extra früh aufstehen müsst. Besonders köstlich sind die Milchbrötchen mit Nutella – so wie in der Kindheit.

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Milchbrötchen, Frühstück, Brunch, Gebäck, süßes Hefegebäck

Warum ich Milchbrötchen so köstlich finde

Heute ist mein Geburtstag. Was macht man da außer Kuchenessen noch so? Nun ja, an die Vergangenheit denken. Nicht nur an die lustigen Geburtstagspartys im Garten, sondern generell an die Kindheit, wie das so war, was man damals mochte. Ich komme dann immer sehr schnell zu der Überlegung, was ich damals gerne gegessen habe. Vieles. Zum Beispiel Milchbrötchen zum Frühstück, mit ganz viel Nutella. (Und wenn das Brötchen fertig bestrichen war, noch schnell einen Extralöffel Nutella in den Mund. Psst! 😉 )

Unsere Milchbrötchen früher waren eigentlich gar keine Wunderwerke. Sie waren nicht einmal vom Bäcker, sondern wir hatten immer welche aus dem Supermarkt, aber ich fand sie großartig. Testweise habe ich sie vor einiger Zeit wieder einmal gekauft, und ich mag sie tatsächlich immer noch, aber ich wäre nicht ich, wenn ich mir nicht gedacht hätte: Das kann ich noch besser! Also habe ich mich daran gemacht, unübertreffliche Milchbrötchen zu kreieren. Gesagt, getan. 🙂

Milchbrötchen, Frühstück, Brunch, Gebäck, süßes Hefegebäck

Worauf kommt es bei Milchbrötchen an?

Was Milchbrötchen auszeichnet, ist ihre herrlich weiche Textur. Sie fühlen sich beim Essen weich wie Watte an, oder weich wie die Bettdecke, unter der man gerade noch eingekuschelt war. Sie sind leicht buttrig, aber nicht annähernd so wie ein Croissant, und auch leicht süß, gerade am Übergang vom neutralen zum süßen Gebäck.

Um perfekte weiche Milchbrötchen zu bekommen, solltet ihr folgende Punkte beachten:

  • Viel kneten: Je besser der Germteig geknetet wird, desto besser geht er auf, und je besser er aufgeht, desto wattiger wird die Textur. Wenn ihr den Teig händisch knetet, mindestens fünf Minuten dafür investieren.
  • Nach der Gehzeit NICHT mehr kneten: Die Luft, die beim Gehen im Teig entstanden ist, wollen wir nicht zerstören, indem wir den Teig vor der Weiterverarbeitung nochmal kräftig durchkneten. Sanft damit umgehen. 🙂
  • Aufrollen: Die Teiglinge für die Milchbrötchen werden nicht geformt, sondern zunächst ausgerollt, dann eingeklappt und dann aufgerollt. Dadurch entsteht Spannung, sie gehen beim Backen schön auf und werden fluffig.
  • Mit warmer Milch und Butter bestreichen: Was Milchbrötchen von anderen Brötchen unterscheidet, ist, dass sie auch außen möglichst weich sein, also keine knusprige Kruste haben sollen. Deshalb bestreicht man sie direkt nach dem Backen mit warmer Milch und Butter.
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Wozu Stress? – Wir machen Milchbrötchen mit Übernacht-Gare!

Für ofenfrische Milchbrötchen am Sonntagmorgen müsst ihr nicht um drei Uhr früh aufstehen und im Halbschlaf einen Germteig zusammenrühren. Ihr könnt den Teig am Vorabend zubereiten, in eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Durch die niedrige Temperatur geht er langsamer auf und es kann nicht zur sogenannten Übergare kommen, dass also der Teig zu stark aufgeht, sich zu viele Hefepilze bilden und er nicht mehr verwendbar ist.

Vor der Weiterverarbeitung am Morgen solltet ihr den Teig aber etwa eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen, denn im Kühlschrank wird er etwas fest und lässt sich unmittelbar nach dem Herausnehmen nicht gut kneten. Ist ja kein Problem: In der Zwischenzeit könnt ihr schon mal einen Kaffee trinken, unter die Dusche hüpfen – und euch auf die genialen Milchbrötchen freuen! 🙂

Milchbrötchen, Frühstück, Brunch, Gebäck, süßes Hefegebäck

Wenn ihr Frühaufsteher seid, könnt ihr den Teig natürlich auch ganz normal nach einer Gehzeit von 60 bis 90 Minuten weiterverarbeiten, ohne ihn über Nacht einzukühlen.

Weitere Brunch-Rezepte

Wollt ihr beim nächsten Brunch so richtig auftrumpfen? Dann macht doch zu den Milchbrötchen noch eines dieser leckeren Rezepte:

  • Handsemmerl: Klassischer geht’s gar nicht. Knusprige Semmerl wie vom Bäcker in meiner Kindheit.
  • Dinkel-Körnerweckerl: Vollkornmehl und jede Menge Körner – Diese Brötchen sollten auf dem Frühstückstisch auch nicht fehlen.
  • Marmorwaffeln: Lieber süß? Aber klar, Waffeln gehen immer. 🙂
  • Buttermilch-Pancakes: Manchmal braucht es fürs Wochenendglück nicht mehr als einen hohen Stapel American Style Pancakes.

Aber jetzt: Das Rezept für wolkige Milchbrötchen

Milchbrötchen

Rezept von SarahGang: FrühstückSchwierigkeit: Mittel
Servings

12

servings
Prep time

1

hour 
Cooking time

20

minutes
Calorieskcal

Wolkig weiche Milchbrötchen für Übernacht-Gare

Zutaten

  • Teig
  • 500 g griffiges Weizenmehl

  • 1 TL Salz

  • 1/2 Würfel frischer Germ (21 g)

  • 250 ml Milch

  • 100 g Butter

  • 100 g Feinkristallzucker

  • 1 Ei (verquirlt, Zimmertemperatur)

  • Außerdem
  • 1 EL Butter

  • 100 ml Milch

Zubereitung

  • Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
  • Die Milch mit der Butter in einen Topf geben und sanft erhitzen, sodass die Milch lauwarm wird. Das Ei einrühren, den zerbröckelten Germ und den Zucker dazugeben und rühren, bis sie sich aufgelöst haben.
  • Die Germ-Milch zum Mehl in die Schüssel geben und alles sorgfältig verkneten. Der Teig soll sehr weich und klebrig sein. Das ist wichtig, damit die Milchbrötchen flaumig werden. Bei Bedarf noch etwas mehr Milch dazugeben.
  • Den Teig in eine leicht gefettete Schüssel geben, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen. Tipp: Den Backofen auf 50° Ober/-Unterhitze vorheizen, ausschalten und die Schüssel mit dem Teig in den Ofen stellen.
  • Den Teig vorsichtig aus der Schüssel auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Nicht kneten! Den Teig in 12 Stücke schneiden. Die Stücke zu Kugeln formen und dann zu Rechtecken mit ca. 20 x 15 cm ausrollen.
  • Die kürzeren Seiten der Rechtecke zur Mitte klappen und die Teigecken von der langen Seite her aufrollen. Die Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und ca. 30 Minuten gehen lassen
  • Den Backofen rechtzeitig auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Milchbrötchen 20-25 Minuten backen, bis sie nur leicht goldgelb sind, aber nicht braun. Die Brötchen eventuell mit Alufolie abdecken, wenn sie zu braun zu werden drohen.
  • Butter und Milch gemeinsam erhitzen und die Milchbrötchen, sobald sie aus dem Backofen kommen, damit bestreichen. Die Milchbrötchen am besten lauwarm servieren.

Notizen

  • Zur Zubereitungszeit kommt noch die Gehzeit von insgesamt 90-120 Minuten.
  • Die Milchbrötchen am Vortag vorbereiten: Den Teig wie in Schritt 4 in eine leicht gefettete Schüssel geben und 60 Minuten gehen lassen. Dann noch einmal durchkneten, wieder in die Schüssel geben und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Den Teig etwa eine Stunde vor der Weiterverarbeitung ca. eine Stunde temperieren.

3 Comments

  1. Beim Lesen des Rezeptes für die Milchbrötchen rinnt einem das Wasser im Mund zusammen. 👍😀

  2. Pingback: Zimtschnecken | Oats and Crumbs

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